Peugeot 3008

09. Oktober 2017 09:44; Akt: 09.10.2017 09:49 Print

SUV à la française

Autos werden sich immer ähnlicher? Peugeot hält mit dem 3008 GT dagegen – jedenfalls in vielen Details.

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Lange genug haben sie in Paris abgewartet und Verveine getrunken. Jetzt will auch Peugeot ein Stück vom Kompakt-SUV-Kuchen abbekommen und schickt den 3008 daher nicht mehr als Minivan sondern als Crossover ins Rennen. Ganz nach dem gängigen Erfolgsrezept präsentiert sich der 4,45-Meter-Wagen mit einer Mélange aus bulligem Blechkleid, schmucken Chromdetails, hoher Sitzposition und Platz für bis zu fünf Personen plus mindestens 520 Liter Gepäck. Das Optionen-Menü ist gespickt mit Komfort- und Sicherheits-Features, und eine Prise Sportlichkeit darf natürlich auch nicht fehlen – daher die Topversion GT mit 19-Zöllern und 180 PS.

Einer mehr im Einheitsbrei also? Nicht ganz. Anders als bei den meisten Mitbewerbern wird die Topvariante von einem Diesel statt Benziner befeuert, der seinen sportlichen Antritt bis zu 400 Nm zu verdanken hat, mit einem Normverbrauch von unter fünf Litern (realistisch um die sechs Liter) aber auf Sparflamme köchelt. Als Allrad-Ersatz setzt Peugeot zudem auf eine gewichts- und verbrauchseffizientere Traktionskontrolle, um den Fronttriebler wintertauglich zu machen.

«Wie die Kommandozentrale eines Raumschiffs»

Dass die Franzosen ihr eigenes Süppchen kochen, zeigt sich vor allem im Innenraum. Mit seinen hoch platzierten Digitalanzeigen, dem winzigen Lenkrad und der eigenwilligen Tastengestaltung wirkt das Cockpit wie die Kommandozentrale eines Raumschiffs. Das unten wie auch oben abgeflachte Mini-Volant ist gewiss gewöhnungsbedürftig, verstärkt aber den Eindruck eines agilen Gefährts und passt gut zum Charakter des GT mit seinem beachtlich straffen Fahrwerk.

Wer das Haar in diesem Süppchen sucht, wünschte sich anstelle des zuweilen ruckelnden 6-Gängers vielleicht eine feiner abgestimmte 8-Gang-Automatik und findet, dass das künstliche Grummeln, das im Sportmodus aus den Lautsprechern dröhnt eher nach Magenverstimmung denn Motorsound klingt. Doch das Gesamtpaket stimmt.

Peugeot 3008 GT

Karosserie: 4,45 Meter langer, 5-türiger Kompakt-SUV.

Antrieb: 2,0-Liter-R4-Turbodiesel mit 180 PS (133 kW) und 400 Nm.

Getriebe: 6-Gang-Automatik (beim GT serienmäßig).

Fahrleistungen: 0-100 km/h in 8,9 Sekunden; 207 km/h Spitze.

Verbrauch: 4,8 L/100 km (Werksangabe).

CO2-Ausstoß: 124 g CO2/km (Werksangabe).

Preis: Ab 40.050 Euro

Infos: www.peugeot.ch

IN KÜRZE

Der Hersteller sagt:

«Mit einer Länge von 4,45 Metern zählt der neue Peugeot 3008 zu den kompakten Modellen im C-SUV-Segment. Da sein Wendekreis nur 10,7 Meter beträgt, bleibt er auch in der Stadt handlich und agil.»

Wir sagen:

Stimmt. Trotz seines bulligen Auftritts gibt sich der Peugeot 3008 sehr wendig und stadttauglich. Das winzige, fast wie bei einem Formel-Renner geformte Lenkrad verstärkt diesen Eindruck.

Das gefällt:

Der 2,0-Liter-Diesel erfreut durch Laufruhe, einen kräftigen Antritt und verhaltenen Verbrauch. Die Innenraumgestaltung ist originell und durchdacht. Materialanmutung und Sitzkomfort suchen in dieser Fahrzeug- und Preisklasse zudem ihresgleichen.

Das eher weniger:

Den künstlichen Motorsound im Sportmodus hätten sie sich bei Peugeot sparen können. Und das – bei der GT-Version alternativlose – Automatikgetriebe dürfte für eine feinere Abstimmung ruhig mehr als sechs Gänge aufweisen.

Spannendes Detail:

Statt hinter dem Lenkrad sind die digitalen Instrumente oben auf dem Armaturenträger angebracht, wo sie gut im Blickfeld liegen. Ein Head-up-Display wird durch diese Cockpit-Gestaltung überflüssig.

Wer fährt so was?

Leute, die einen gewissen Platzbedarf haben, SUVs schicker finden als Minivans und denen die Konkurrenz zu nüchtern und gewöhnlich ist.

Alternativen dazu:

Nissan Qashqai, VW Tiguan, Ford Kuga, Hyundai Tucson, Renault Kadjar und viele mehr.

(L'essentiel/nve)

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