Lunex-Serie

17. Juni 2016 14:00; Akt: 17.06.2016 14:11 Print

Warum uns das runde Leder so begeistert

LUXEMBURG - Der Fußball fasziniert dieser EM-Tage wieder auf besondere Art. Aber warum ist die Sportart eigentlich so beliebt? Wir haben uns bei einem Experten erkundigt.

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Fußball verbindet Menschen auf der ganzen Welt miteinander. (Bild: DPA)

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Das finanzielle Interesse an Profivereinen und Spielern ist nicht unschuldig daran, dass Fußball in Europa so präsent ist. Aber ist das auch der Grund, warum zur Europameisterschaft auch hier in Luxemburg das Fußballfieber grassiert? Keineswegs, denn diese Sportart ist mehr als «nur» ein Geschäft.

Fußball ist… … international wie Luxemburg Als Weltbürger legt sich der Luxemburger nicht automatisch auf eine bestimmte Mannschaft fest. Der Eine feiert mit dem französischen Team, ein Anderer fiebert mit den deutschen Jungs, ein Dritter setzt auf Belgien oder Portugal. Dieser internationale «Spirit» ist es, mit dem man die anstehenden Spiele richtig genießen kann.

… ein menschliches Urbedürfnis Man kann den Fußball durchaus in die Nähe urmenschlicher Bedürfnisse rücken. Wer kann schon dem Drang widerstehen, gegen eine auf der Straße liegende Dose zu kicken oder einen zufällig daherkommenden Ball zurückzuspielen.

… für alle da Während die Kleinsten Panini-Bildchen kleben, kicken die meisten heranwachsenden Jungs – auch immer mehr Mädchen – irgendwann einmal auf dem Bolzplatz oder im Verein. Längst werden Spieler wie Ronaldo, Schweinsteiger oder Lewandowski von beiderlei Geschlecht verehrt. Dabei braucht man für Fußball weder Geld noch teure Ausrüstung. Ein Ball und Mitspieler genügen.

… einfach, aber vielseitig Sieht man vom Abseits ab, sind die meisten Regeln simpel: Grätsche deinen Gegenspieler nicht um, berühre als Feldspieler den Ball nicht mit den Händen, bringe das Runde ins Eckige. Feiern kann man so auch mit Fußballfans, deren Sprache man nicht spricht. Gleichzeitig bietet kaum ein anderer Sport so viele Spielsituationen. Deswegen gibt es unter Fans auch so viele «Nationaltrainer».

... nicht immer fair und das ist gut so! Nichts bringt so viel Spannung ins Spiel wie – vermeintliche − Fehlentscheidungen. Schnell sind sie spielentscheidend, zum Beispiel bei Abseits oder Elfer. Fast jeder Fan hat es schon einmal erlebt, dass sein Team so auf glückliche Art und Weise gewinnt. (Gefühlte) Ungerechtigkeit sorgt für Diskussionen und Emotionen bei Spielern und Zuschauern, das gibt dem Spiel Würze. Wichtig ist dabei natürlich, dass man fair bleibt und Anderen ihre Meinung lässt.

Gute Gelegenheiten zum gemeinsamen Diskutieren und Feiern bieten Public Viewing in der Region, zum Beispiel in Differdingen (www. differdange.lu) anlässlich der Halbfinals (6. und 7. Juli) und des Finals (10. Juli).

(Sabine Mack/Lunex/L'essentiel)

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