Lunex-Serie

29. Juli 2016 11:50; Akt: 29.07.2016 12:31 Print

Was tun nach einer Kreuzbandverletzung?

Kreuzbandverletzungen sind schmerzhaft und oftmals langwierig. Was es zu beachten gilt, erklärt Anouk Urhausen von der Lunex Univesity in Differdingen.

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Eine Verletzung des Kreuzbands ist schmerzhaft und langwierig. (Bild: DPA)

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Nicht nur in Pressemitteilungen von Proficlubs heißt es häufig: «Das Kreuzband ist durch – ein halbes Jahr Pause». Die Ruptur des vorderen Kreuzbandes ist eine Läsion am Kniegelenk, die am häufigsten für einen mehrmonatigen Sportausfall verantwortlich ist. Insbesondere Fußball, Handball, Basketball und alpiner Skilauf sind Hochrisikosportarten, in denen es auch unter Hobby- und Amateursportlern regelmäßig zur Verletzung des Kreuzbandes kommen kann.

Die Sportklinik des CHL («Centre Hospitalier de Luxembourg») ist auf Kniegelenke spezialisiert. So wundert es nicht, dass die Physiotherapeuten dort häufig Sportler mit Kreuzbandverletzungen auf der Behandlungsbank liegen haben. Anouk Urhausen, Physiotherapeutin am CHL und Research Assistant an der LUNEX University, erklärt, wie die Erstversorgung bei einer Kreuzbandruptur aussehen sollte und welche Maßnahmen helfen, die Wahrscheinlichkeit einer Verletzung zu verringern.

Sechs bis neun Monate Pause

«Unmittelbar nach einer Verletzung schafft das RICE-Schema (Rest, Ice, Compression, Elevantion) erste Abhilfe. Wenn die Bewegungen eingeschränkt sind, das Knie instabil ist oder ein anhaltender, akuter Schmerz auftritt, sollte der Sport nicht fortgeführt und ein erfahrener Arzt aufgesucht werden», erklärt die Expertin: «Rupturen des vorderen Kreuzbandes sind ernst zu nehmende Verletzungen. Die typische Ausfalldauer nach der Operation beträgt sechs bis neun Monate. Und: Die Wahrscheinlichkeit einer erneuten Verletzung des vorderen Kreuzbandes ist ziemlich hoch.»

Nach dem operativen Eingriff spielt die Physiotherapie eine wichtige Rolle für ein gutes Ergebnis: «Die Rehabilitation beinhaltet Schwellungs- und Schmerzreduktion, die Wiederherstellung der Beweglichkeit und neuromuskulären Kontrolle, Muskelkräftigung und anschließend die Wiedereingliederung in den Sport», so Urhausen.

Praxistipps

Die Anfälligkeit für solche Verletzungen habe mehrere Faktoren. Zu den Risikofaktoren gehörten unter anderem die individuelle Veranlagung des Sportlers (Alter, Körperbau, Fitness, etc.), die Sportausrüstung (z.B. Schuh, Ski) und die jeweiligen äußeren Bedingungen (Bodenbelag oder Wetter). Anouk Urhausen: «Präventive Trainingsprogramme helfen, die Verletzungsrate deutlich zu reduzieren. Ziel dieser Programme ist es gewisse Bewegungsabläufe zu trainieren, sodass diese später unbewusst ausgeführt und die ungünstigen Bewegunsmuster gemieden werden. Beinhalten sollten solche Programme Kraftelemente, vor allem sollte die Oberschenkel-, Hüft- und Rumpfmuskulatur gestärkt werden, um dynamischen Fehlstellungen entgegenzuwirken. Auch Richtungswechsel und die Sprung- und Landetechnik sollten trainiert werden. Beweglichkeits-, Dehnungs- und Balanceübungen sind ebenfalls wichtige Elemente dieser Programme.»

Gute Praxistipps, nicht nur für Fußballer, findet man unter «11+». Diese Übungen kann man in das eigene Aufwärmprogramm übernehmen und ein- bis dreimal wöchentlich durchführen.

(Anouk Urhausen/Lunex/L'essentiel)

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