Südtirol

15. Januar 2020 19:40; Akt: 15.01.2020 19:47 Print

Alpiner Charme und Italianità vereint

Italienische und alpine Wohlfühlküche, eine spektakuläre Landschaft und herzliche Gastgeber: Das Südtirol ist ein Alleskönner.

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Am Grenzbahnhof wechselt man den Zug und von der ein- in die zweisprachige Welt, in Brenner oder Brennero, der italienischen Gemeinde an der Grenze zu Österreich. Ab jetzt ist alles auf Deutsch und Italienisch angeschrieben, jede Ortstafel, jede Straße, jedes Gebäude. Die Zugdurchsage kündigt den Zielort Sterzing an, für dessen Übersetzung man nicht einfach ein «o» anfügen kann wie bei Brenner. Der italienische Name der Stadt lautet Vipiteno.

Von der Kioskverkäuferin zum Rezeptionisten und der Kellnerin – jeder spricht die Kundschaft in zwei Sprachen an und wechselt mühelos hin und her. Dazu kommt noch die dritte Sprache im Südtirol: Ladinisch. Etwa 30.000 Menschen sprechen den Dialekt des Rätoromanischen.

Im Schlemmerparadies

Die kulturelle Vielfalt zeigt sich auch in der Küche Südtirols. Es gibt Knödel, Apfelstrudel und Schlutzkrapfen, genauso wie Risotto und Pizza. Die Gerichte verfügen stets über einen kreativen Twist, bestehen aus frischen Produkten aus der Region und überzeugen durchs Band, ob im gehobeneren Feinschmeckerrestaurant oder auf der urigen Alm neben der Skipiste.

Es sind kleine Familienbetriebe wie die Metzgerei Frick, der Kräutergarten Wipptal oder der Milchhof Sterzing, die typisch sind für das Südtirol und seinen Charme ausmachen. Ihre Geschäfte säumen die Einkaufsstraße in der Altstadt von Sterzing, große Ketten oder Shoppingcenter gibt es hier nicht. Das Stadtbild prägen prächtige Häuser mit bunten Fassaden und charakteristischen Erkern. Der Zwölferturm unterteilt Alt- und Neustadt und ist das Wahrzeichen von Sterzing. Es überrascht nicht, dass man sich hier in einem der «borghi più belli d'Italia», den schönsten Kleinstädten Italiens, befindet.

Prächtiger Weihnachtsmarkt

Besonders stimmungsvoll ist die Atmosphäre im spätmittelalterlichen Zentrum zur Weihnachtszeit. Am Christkindlmarkt liegt der Geruch von Glühwein, Lebkuchen und Speck in der Luft, Lichterschmuck hängt in den Tannen und die Marktverkäufer bieten handgefertigte Produkte und Spezialitäten an. Massenware aus Plastik, wie man sie von anderen italienischen Märkten kennt, gibt es hier nicht.

Viele italienische Touristen würden extra wegen der Weihnachtsmärkte anreisen und auf einer Tour alle fünf original Südtiroler Christkindlmärkte besuchen, erzählt Florian Wieser vom Tourismusverein Sterzing. Während die Österreicher und Deutschen für eine Portion Italianità ins Südtirol reisen, schätzen die Italiener die alpine Wohligkeit und Bodenständigkeit.

(L'essentiel/hüt)

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