Gründer bangt um sein Lebenswerk

25. Mai 2020 18:49; Akt: 25.05.2020 18:56 Print

Das sind die Corona-​​Regeln im Europa-​​Park

Die Anzahl der Besucher im Europa-Park wurde limitiert. Damit die Besucher trotzdem den Abstand wahren, hat der Europapark weitere Maßnahmen eingeführt.

Zum Thema
Fehler gesehen?

Am Freitag öffnet der Europa-Park wieder seine Türen. Jedoch wird es nicht so sein wie vor der Corona-Pandemie. Wer in den Park möchte, muss vorher online ein Ticket kaufen. Die Anzahl der Onlinetickets ist begrenzt, damit nicht zu viele Menschen gleichzeitig im Park sind. Der Gründer des Europa-Parks Roland Mack hofft auf 10.000 Besucher am Tag. Zum Vergleich: An Spitzentagen flanieren sonst bis zu 50.000 Gäste durch das Mini-Europa.

Auf dem Gelände müssen sich die Besucher an die Abstandsregeln halten. Es gilt eine Maskenpflicht bei Attraktionen und in geschlossenen Räumen. Dazu wird auf den Achterbahnen jeder zweite Sitz frei gelassen. Um die Warteschlangen an den Attraktionen so gering wie möglich zu halten, können die Besucher über eine virtuelle App anstehen und kommen in einem bestimmten Zeitpunkt an die Reihe. Wie das «Handelsblatt» schreibt, gibt es außerdem eine zweite App, die Leute spielerisch dazu ermutigen soll, Abstand zu anderen Besuchern zu halten.

« Was wir über Jahre aufgebaut haben, zerrinnt zwischen den Fingern »

Nicht alle Attraktionen gehen am Freitag wieder auf. Das Show- und Kinoprogramm kann noch nicht starten. Besucher, die sich gern die bunten Shows ansehen, müssen sich also noch ein wenig gedulden. Auch die Wasserwelt Rulantica bleibt vorerst geschlossen. Erst im November wurde die Wasserwelt eröffnet. Nun warten Mack und Co. auf Signale der Regierung.

Mack hofft, dass die Schutzmaßnahmen wirken und die Besucherzahl ansteigen kann. Der 70-Jährige: «Wir tasten uns langsam ran und hoffen, dass wir mit den Schutzmaßnahmen zügig die Besucherzahl um ein paar Tausend erhöhen können. Wenn alles gut geht.» Derzeit geht auch dem Europa-Park viel Geld verloren. Mack: «Was wir uns über Jahre aufgebaut haben, zerrinnt uns zwischen den Fingern.» Derzeit lebt der Park von den gemachten Ersparnissen. Alle Investitionen wurden sofort gestoppt. Dennoch: Allein die Stromkosten liegen bei 10.000 Euro am Tag – ohne auch nur einen Gast. Der 70-Jährige bangt um sein Lebenswerk. Inzwischen fehlen 100 Millionen Euro Umsatz.

Betreiber von China bis Kalifornien blicken nun auf den Europa-Park. Wie auch die Fußball-Bundesliga gilt der Europa-Park als Vorreiter der Freizeitparks in der Corona-Krise. Ein gutes Zeichen für den Park: Als vergangene Woche die Buchungen starteten, wurden über zwei Millionen Tickets angefordert.

(L'essentiel/Sven Forster)

Fragen und Antworten rund um die Kommentar-Funktion
«Warum dauert es manchmal so lange, bis mein Kommentar sichtbar wird?»

Unsere Leser kommentieren fleißig – Tag für Tag gehen Hunderte Meinungen zu allen möglichen Themen ein. Da die Verantwortung für alle Inhalte auf der Website bei der Redaktion liegt, werden die Beiträge vorab gesichtet. Das dauert manchmal eben einige Zeit.

«Warum wurde mein Kommentar gelöscht?»

Womöglich wurde der Beitrag in einer Fremdsprache verfasst. Wir geben nur Kommentare in den Landessprachen Luxemburgisch, Deutsch und Französisch frei. Beiträge, die Beleidigungen, Verleumdungen oder Diffamierungen enthalten, werden sofort gelöscht. Auch Kommentare, die aufgrund mangelnder Orthografie quasi unlesbar oder in Versalien geschrieben sind, werden das Licht der Öffentlichkeit nie erblicken.

«Habe ich ein Recht darauf, dass meine Kommentare freigeschaltet werden?»

«L'essentiel» ist nicht dazu verpflichtet, eingehende Kommentare zu veröffentlichen. Ebenso haben die kommentierenden Leser keinen Anspruch darauf, dass ihre verfassten Beiträge auf der Seite erscheinen.

Haben Sie allgemeine Fragen zur Kommentarfunktion?

Schreiben Sie an feedback@lessentiel.lu
Hinweis: Wir beantworten keine Fragen, die sich auf einzelne Kommentare beziehen.