Kolumbien

10. Oktober 2017 15:04; Akt: 10.10.2017 15:06 Print

Resort bietet Ferien mit Sex-​​Orgien und Drogen

Ein Unternehmen bietet auf einem Inselresort vor der Küste Kolumbiens einen krassen Deal an. Er umfasst einen 24-Stunden-Service mit Prostituierten, gratis Alkohol und Drogen.

Bildstrecke im Grossformat »

  • Artikel per Mail weiterempfehlen
Zum Thema

Unlimitierter Sex, Alkohol, Drogen und Partys: Im Internet verbreitete sich in den vergangenen Tagen ein nicht ganz jugendfreies Ferienangebot. Die Firma Good Girls Co. bietet einen Vier-Tage-Aufenthalt auf einer Insel vor Cartagena an der Karibik-Küste Kolumbiens an, bei dem männliche Gäste rund um die Uhr von Prostituierten verwöhnt werden. Die Anzahl der Gäste ist auf 30 limitiert, jedem Kunden stehen zwei Frauen zur Verfügung.

Zum All-Inclusive-Paket für umgerechnet 5000 Euro gehören Mahlzeiten, Getränke, Sex-Orgien und Partys auf einer Luxusjacht. Der Aufenthalt soll auch «drogenfreundlich» sein.

Während der vier Tage vom 24. bis 27. November sind zudem verschiedene Aktivitäten geplant: Am ersten Tag soll eine Live-Sex-Show stattfinden, an der die Gäste teilnehmen dürfen. Am zweiten Tag gibt es «30 Minuten im Paradies»: Von 9 bis 12 Uhr stehen jedem Kunden während 30 Minuten 16 Frauen zur Verfügung. An den letzten zwei Tagen finden rauschende Partys auf der Jacht statt.

Prostitution ist erlaubt, Zuhälterei nicht

Der Werbeclip, mit dem Good Girls Co. das Sex-Abenteuer anpreist, löste in Kolumbien eine Welle der Empörung aus — vor allem beim Bürgermeister von Cartagena, Sergio Londoño Zurek, der unmittelbar die Interpol alarmierte. «Das ist ein obszönes Video, das nicht die Art von Touristen anspricht, die wir uns wünschen. Ein solches Ereignis würde den guten Namen von Cartagena schädigen», sagte Londoño Zurek zur kolumbianischen Zeitung «El Universal».

Ein nicht ganz jugendfreies Ferienangebot: Dieser Werbespot sorgt für Empörung. (Video: Youtube: Good Girls Erotic Resort)

Auch das Innenministerium und die Staatsanwaltschaft schalteten sich ein und starteten eine Untersuchung, um die Veranstalter ausfindig zu machen. Es stellte sich heraus, dass ein gewisser Michael Bullock aus Arizona in den USA hinter dem Angebot steht. Als Bullock von den Ermittlungen gegen ihn erfuhr, nahm er die Website Sexisland.co vom Netz. Via Twitter kündigte er am Freitag an, die Sex-Party nicht mehr in Kolumbien durchführen zu wollen.

Prostitution ist in Kolumbien zwar legal, die Organisatoren des Events machen sich aber mit dem Video der Zuhälterei strafbar.


(L'essentiel/kle)

Fragen und Antworten rund um die Kommentar-Funktion
«Warum dauert es manchmal so lange, bis mein Kommentar sichtbar wird?»

Unsere Leser kommentieren fleißig – Tag für Tag gehen Hunderte Meinungen zu allen möglichen Themen ein. Da die Verantwortung für alle Inhalte auf der Website bei der Redaktion liegt, werden die Beiträge vorab gesichtet. Das dauert manchmal eben einige Zeit.

«Warum wurde mein Kommentar gelöscht?»

Womöglich wurde der Beitrag in einer Fremdsprache verfasst. Wir geben nur Kommentare in den Landessprachen Luxemburgisch, Deutsch und Französisch frei. Beiträge, die Beleidigungen, Verleumdungen oder Diffamierungen enthalten, werden sofort gelöscht. Auch Kommentare, die aufgrund mangelnder Orthografie quasi unlesbar oder in Versalien geschrieben sind, werden das Licht der Öffentlichkeit nie erblicken.

«Habe ich ein Recht darauf, dass meine Kommentare freigeschaltet werden?»

«L'essentiel» ist nicht dazu verpflichtet, eingehende Kommentare zu veröffentlichen. Ebenso haben die kommentierenden Leser keinen Anspruch darauf, dass ihre verfassten Beiträge auf der Seite erscheinen.

Haben Sie allgemeine Fragen zur Kommentarfunktion?

Schreiben Sie an feedback@lessentiel.lu
Hinweis: Wir beantworten keine Fragen, die sich auf einzelne Kommentare beziehen.