Am Hang

09. Februar 2018 16:42; Akt: 09.02.2018 16:42 Print

Rocamadour, die vertikale Stadt

Nachdem der leblose Körper eines Einsiedlers gefunden wurde, passierten in Rocamadour angeblich diverse Wunder.

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Seit dem Mittelalter zieht die Stadt Rocamadour in der Region Okzitanien (einen seit 2016 bestehenden Zusammenschluss der Regionen Languedoc-Roussillon und Midi-Pyrénées) Pilger aus ganz Europa an.

Heimat eines berühmten Einsiedlers

Die Legende besagt, dass in diesem französischen Ort im Jahre 1266 die unverweste Leiche eines Einsiedlers gefunden wurde: der Einsiedler Amadour. Dieser Eremit soll einst der Zöllner Zachäus gewesen sein. Mit seinem Fund erklärt sich auch der Name des Ortes: Roc Amadour, der Felsen des Amadour.

Angeblich passierten nach dem Fund der Leiche diverse Wunder, Spontanheilungen und Ähnliches. Von der Heilkraft der sterblichen Überreste Amadours hörten bald nicht nur Pilger, sondern auch die französischen Könige, die mit Spenden ein Dorf überhaupt erst möglich machten. Nach und nach wurde Rocamadour ein bekannter Halt auf dem Pilgerweg nach Santiago de Compostela.

Eine Stadt am Abgrund

Rocamadour lockt aber noch aus einem anderen Grund Besucher an: wegen der Lage. Rocamadour liegt an einem Steilhang und überblickt das weitgehend trockene Alzou-Tal. Im unteren Bereich des Dorfes befinden sich viele Wohnhäuser und Läden. Über viele Stufen erreichen die Besucher die Sanctuaire, die mittelalterliche Stadt mit den Kirchen, die auf halber Höhe an der Klippe sind.

Besonders auffällig ist die Pilgerkirche Notre Dame de Rocamadour. Sie wurde über der Krypta gebaut, in der die Überreste des Einsiedlers Amadour liegen. Hauptattraktion in der von 1479 stammenden Kirche ist eine hölzerne Madonna, die Amadour angeblich selbst geschnitzt hat.

Auf der obersten Ebene befindet sich eine Burg aus dem 14. Jahrhundert. Kürzlich hat dort auch ein Campingplatz für jugendliche Pilger eröffnet.

(L'essentiel/Meret Steiger)

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