Italien

21. Mai 2017 19:33; Akt: 21.05.2017 19:36 Print

100 Schlösser und Burgen gratis zu haben

Die italienische Regierung verschenkt derzeit 103 prachtvolle Immobilien – unter einer Bedingung.

Der italienische Staat verschenkt derzeit 103 Schlösser und Burgen. (Video: Vizzr/Tamedia)

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Wer ein Schloss oder eine alte Burg in Italien möchte, der muss es nur sagen: Der italienische Staat ist gerade dabei, 103 historische Gebäude zu verschenken. Die Bewerber werden allerdings dazu verpflichtet, die zum Teil baufälligen Immobilien zu sanieren, um sie in Touristenattraktionen zu verwandeln.

Wie «Il Sole» berichtet, wollen das Kulturministerium und die Agentur für Staatseigentum mit der Initiative «Cammini e percorsi» (Wege und Pfade) den Tourismus in abgelegenen Regionen ankurbeln. Gleichzeitig soll die Staatskasse von Sanierungskosten verschont bleiben.

Gratis, aber trotzdem teuer

Derzeit stehen auf der Website einer Immobilienagentur drei besondere Gebäude im Angebot: Der im 13. Jahrhundert erbaute Castello di Montefiore, der Castello Orsini-Odescalchi bei Rom, in dem die Schauspieler Tom Cruise und Katie Holmes 2006 heirateten, sowie die Villa Bonelli in der Provinz Barletta-Andria-Trani in Apulien. Auf der Liste befinden sich zudem Leuchttürme, stillgelegte Bahnhöfe und historische Gutshöfe.

Das Angebot richtet sich in erster Linie an Unternehmer unter 40 Jahren. Die Interessenten sollten bis zum 26. Juni einen Plan vorlegen, wie sie die Objekte für Touristen attraktiv gestalten wollen, etwa durch die Einrichtung eines Hotels oder eines Spas. Wird das Projekt akzeptiert, bekommt der Unternehmer das Besitzrecht für die Immobilie für neun Jahre zugesprochen. Danach besteht die Möglichkeit, auf weitere neun Jahre zu verlängern. Besonders lukrative Vorschläge werden mit einem Pachtvertrag auf 50 Jahre belohnt, berichtet die «Huffington Post».

Durch aktuelle Wirtschaftsreformen wurden Steuererleichterungen für historische Bauten vor einiger Zeit abgeschafft. Die Betriebskosten eines Castello können darum spürbar ansteigen. Wer eine Burg geschenkt haben möchte, muss also trotzdem tief in die Tasche greifen.

(L'essentiel/kle)

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