Schloss Kalkum

27. Dezember 2017 14:01; Akt: 27.12.2017 14:05 Print

Kaufen Sie sich doch ein Wasserschloss

Sich einmal fühlen wie ein König: Das Schloss Kalkum in Düsseldorf steht zum Verkauf.

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Eine Chance für alle, die schon immer von einem Leben als Prinz oder Prinzessin geträumt haben: In Deutschland wird das denkmalgeschützte Wasserschloss Kalkum an den Höchstbietenden versteigert.

Einer der ältesten Rittersitze der Region

Das Wasserschloss Kalkum war der Stammsitz der ritterbürtigen Herren von Kalkum. Mitte des 15. Jahrhunderts ging das Schloss an die Herren von Winkelhausen über. Die blieben für die nächsten 300 Jahre. Bekannt wurde das Schloss aber wegen etwas ganz anderem: einem skandalösen Rosenkrieg.

Zwischen 1846 und 1854 lieferte sich der Eigentümer Graf Edmund von Hatzfeld einen Scheidungskrieg mit seiner (zwangsverheirateten) Frau Sophie. Diese ließ sich im neunjährigen Prozess von Ferdinand Lassalle vertreten, einem erst 20 Jahre alten Anwalt. Er gewann, Gräfin Sophie entkam der Zwangsehe und war Lassalle so dankbar, dass sie ihm eine Rente auf Lebenszeit in Aussicht stellte und ihn teilweise bei sich wohnen ließ. Ob die beiden ein Verhältnis hatten, ist nicht bekannt.

Nach dem Zweiten Weltkrieg war das Schloss kurz eine Flüchtlingsunterkunft, dann eine Ausbildungsstätte. 1954 bis 1966 wurde das Schloss schließlich zum Landesarchiv umgebaut, das es bis 2014 beherbergte.

Viel Platz und ein Schlosspark

Sein heutiges Aussehen hat das Wasserschloss Kalkum erst seit Beginn des 19. Jahrhunderts. Verantwortlich dafür ist der Krefelder Baumeister Peter Leydel: Er verband die Vorburg und das Herrenhaus. Für den 19 Hektar großen Schlosspark, der sich an englischen Gärten orientiert, war der Landschaftsarchitekt Maximalilian Friedrich Weyhe verantwortlich.

Im Schlosspark mit altem Baumbestand und in Teilen des Wasserschlosses werden heute Veranstaltungen durchgeführt: Hochzeiten, Konzerte und Ähnliches. Zur Schlossanlage gehören auch noch ein Gärtnerhaus und die Lassalle-Gedenkstätte.

Einschränkungen

Bei einem denkmalgeschützten Gebäude gibt es Einschränkungen: Künftige Nutzung, Umbauten und Ähnliches müssen mit der Stadt Düsseldorf abgesprochen werden. Einige Renovationen wurden in den letzten dreißig Jahren aber schon durchgeführt: Das Dach wurde repariert und das Schloss neu gestrichen. Regenrinnen und Heizkessel wurden ersetzt.

Das Schloss Kalkum hat neben dem Schlosspark noch eigene Ackerflächen und Obstwiesen. Es ist eines der bedeutendsten Wasserschlösser in Nordrhein-Westfalen und eines der bedeutendsten Denkmäler Deutschlands.

Der künftige Besitzer müsste sich bereit erklären, Teile des Schlosses an bestimmten Daten örtlichen Vereinen zu überlassen. Zusätzlich muss der Schlosspark weiterhin gratis für die Bevölkerung zugänglich sein. Für die Versteigerung verantwortlich ist der Bau- und Liegenschaftsbetrieb NRW.

(L'essentiel/Red)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • dusninja am 27.12.2017 23:44 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Da ist aber die Hälfte unter dem Tisch gefallen. Der letzte Stand meiner Dinge von 2016 sind aber nicht die Heizkörper alle repariert worden. Ausserdem ist das Landesarchiv nicht nur wegen Platzmangels sondern auch meines Wissen wegen der Feucht umgezogen. Sie hatten halt Probleme alles trocken zu halten. Und dann war da noch etwas mit den Renovierungskosten.... Na ja und der Park von Weyhe, der ja den Ddorfer Hofgarten angelegt ist auch nicht mehr wie er sein sollte. Wenn da nicht mal ein Denkmalschützer auf dumme Gedanken kommt. In Oberkassel zahlt man ja auch >20 Mio für ein Haus und muss Puschen anziehen um das Parkett nicht zu ruinieren ;)

Die neusten Leser-Kommentare

  • dusninja am 27.12.2017 23:44 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Da ist aber die Hälfte unter dem Tisch gefallen. Der letzte Stand meiner Dinge von 2016 sind aber nicht die Heizkörper alle repariert worden. Ausserdem ist das Landesarchiv nicht nur wegen Platzmangels sondern auch meines Wissen wegen der Feucht umgezogen. Sie hatten halt Probleme alles trocken zu halten. Und dann war da noch etwas mit den Renovierungskosten.... Na ja und der Park von Weyhe, der ja den Ddorfer Hofgarten angelegt ist auch nicht mehr wie er sein sollte. Wenn da nicht mal ein Denkmalschützer auf dumme Gedanken kommt. In Oberkassel zahlt man ja auch >20 Mio für ein Haus und muss Puschen anziehen um das Parkett nicht zu ruinieren ;)