Ferien im Orbit

10. April 2018 10:17; Akt: 10.04.2018 10:15 Print

2022 wird das erste Hotel im Weltall eröffnet

Wer über das nötige Kleingeld verfügt, kann seine Ferien bald in der Erdumlaufbahn verbringen. Ab 9,5 Millionen Dollar ist man dabei.

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Wer schon überall war und gern Sonnenauf- und -untergänge sieht, sollte sich die Pläne von Orion Span genauer anschauen. Das Unternehmen aus Houston, im US-Bundesstaat Texas, will nämlich ab 2022 Gäste im ersten Weltraumhotel der Welt willkommen heißen. Und weil dieses für eine Erdumrundung gerade einmal 90 Minuten braucht, gibt es pro Tag 16 Sonnenauf- und -untergänge zu bestaunen.

Das Hotel mit dem Namen Aurora Station wird rund zehn auf vier Meter groß sein und Platz für vier Gäste und zwei Besatzungsmitglieder bieten. Ein typischer Aufenthalt soll zwölf Tage dauern und mindestens 9,5 Millionen Dollar pro Person kosten. Wer jetzt schon reservieren will, kann das tun. Die Gebühr dafür betrage 80.000 Dollar, sei aber vollständig erstattungsfähig, schreibt Orion Span in einer Mitteilung.

Drei Monate Vorbereitung für Trip

Der vergleichsweise günstige Preis für das Weltraumabenteuer sei nur möglich, da die Kosten für Raketenstarts immer geringer würden, erklärte der CEO von Orion Span, Frank Bunger, dem Finanzportal Bloomberg.com. «Fast jede Woche tritt eine weitere Raketen-Firma auf, die einen neuen Weg bietet, um günstiger, schneller und besser in die Umlaufbahn zu gelangen.»

Bunger erklärte, dass man auch bei der Ausbildung der Freizeitastronauten neue Wege gehen werde. Mussten sich Weltallreisende bisher rund 24 Monate auf einen Flug vorbereiten, habe man diesen Prozess auf drei Monate gekürzt, wobei das erste Trainingsmodul aus einem Online-Kurs bestehe.

Ehrgeizige Pläne

Orion Span ist nicht das einzige Privatunternehmen, das im All eine Station plant. Bereits 2020 will Axiom Space erste Module für eine private Raumstation in die Erdumlaufbahn bringen. In einer ersten Phase sollen diese Teil der Internationalen Weltraumstation ISS sein und nach deren Ausmusterung als eigenständige Station funktionieren.

Bigelow Space Operations, eine Firma des US-Hotelmilliardärs Robert Bigelow, plant, 2021 zwei seiner aufblasbaren Weltraummodule ins All zu schießen. Sie sollen als mietbare Raumstation für die Weltraumforschung und auch als Hotel für Weltraumtouristen dienen. Gegenüber anderen Anbietern hat Bigelow insofern einen Vorsprung, als dass sich sein Konzept eines aufblasbaren Moduls bereits seit 2016 als Erweiterung der ISS bewährt.

(L'essentiel/jcg)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Tobias am 10.04.2018 10:34 Report Diesen Beitrag melden

    Ech glewen dat do net.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Tobias am 10.04.2018 10:34 Report Diesen Beitrag melden

    Ech glewen dat do net.