New York

09. Mai 2016 08:51; Akt: 09.05.2016 08:59 Print

17,2 Millionen für eine betende Hitler-​​Skulptur

Von hinten sieht die Skulptur wie ein kleiner Junge aus: Mit der Versteigerung einer bizarren Hitler-Skulptur beginnt in New York eine mit Spannung erwartete Auktionswoche.

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Menschliches Haar, Wachs und Polyesterharz: Die Hitler-Skulptur des italienischen Künstlers Maurizio Cattelan. (29. April 2016) (Bild: Mary Altaffer)

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Eine Skulptur eines knieenden und betenden Adolf Hitlers ist in New York für 17,2 Millionen Dollar versteigert worden. Damit übertrifft das Werk des italienischen Künstlers Maurizio Cattelan die Erwartungen des Auktionshauses Christie's, das mit einer Verkaufssumme von zehn bis 15 Millionen Dollar gerechnet hatte. Der bisherige Rekord für eine Arbeit von Cattelan lag bei 7,9 Millionen Dollar.

Mit der Versteigerung der Skulptur mit dem Namen «Him» begann am Sonntagabend eine Auktionswoche der Häuser Christie's und Sotheby's. Zahlreiche moderne und zeitgenössische Werke werden in diesen Tagen in New York an Meistbietende vergeben. Die Auktionen laufen noch bis Freitag.

Skulptur aus dem Jahr 2001

Die bizarre Hitler-Skulptur zählt zu der Christie's-Versteigerungsreihe «Bound to Fail» (deutsch: Zum Scheitern verurteilt). Von hinten sieht das Werk aus wie ein kleiner, schmaler Junge, der sich zum Gebet hingekniet hat. Von vorne jedoch blickt der Betrachter dagegen plötzlich ins detailliert nachgebildete Angesicht Adolf Hitlers. Cattelan fertigte die Skulptur im Jahr 2001 an. Sie besteht aus menschlichen Haaren, Wachs und Polyesterharz.

Im Rahmen der «Bound to Fail»-Reihe wurde auch die Skulptur eines schwerelos erscheinenden Basketballs in einer Vitrine voller destilliertem Wasser für mehrere Millionen Dollar versteigert. «One Ball Total Equilibrium Tank» des US-Künstlers Jeff Koons erzielte am Sonntag eine Verkaufssumme von knapp 15,3 Millionen Dollar. Auch sie übertraf damit die Erwartungen, die bei rund zwölf Millionen Dollar gelegen hatten.

Die Auktionsreihe umfasst insgesamt 39 Arbeiten, darunter auch Bruce Naumans Werk «Henry Moore Bound to Fail», das Naumans eigene auf dem Rücken zusammengebundene Hände darstellt. Die Skulptur wurde für etwas weniger als sieben Millionen Dollar versteigert.

(L'essentiel/chk/dapd)

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