Alkoholkonsum

25. Januar 2021 11:07; Akt: 26.01.2021 10:16 Print

5 Anzeichen, dass du im Lockdown zu viel trinkst

Laut Expertinnen und Experten kann die Coronakrise Suchtverhalten fördern. Du trinkst auch mehr als sonst? 5 Alarmsignale im neuen Alltag.

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(Bild: Pexels)

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Manche Menschen scheinen nicht nur WC-Papier und Konserven zu hamstern: Laut «Huffpost Life» wurde direkt nach dem US-Lockdown 55 Prozent mehr Alkohol verkauft als in der Woche zuvor. Online stiegen die Verkaufszahlen sogar fast um das Dreifache.

Das ist kaum verwunderlich: Die Bars und Restaurants haben wieder geschlossen, einen Club haben wir seit Monaten nicht mehr von innen gesehen. Derweil verlagern wir unseren Alkoholkonsum aufs Sofa. Doch bei einigen beschränkt sich das Trinken längst nicht mehr nur aufs Wochenende oder den Zoom-Apéro am Donnerstagabend.

«Isolation, Langeweile oder Ängste können einen problematischen Suchtmittelkonsum begünstigen», schreibt die Stiftung Sucht. Wer sein eigenes Trinkverhalten reflektiert, kann dem allerdings vorbeugen. Die folgenden fünf Punkte können Anzeichen dafür sein, dass sich dein Alkoholkonsum in eine problematische Richtung entwickelt.

1. Du trinkst jeden Tag

Je öfter du trinkst, desto mehr steigt die Gefahr, dass du davon abhängig wirst und deinem Körper schadest. Die Stiftung Sucht empfiehlt auch im Lockdown höchstens ein Standardglas Alkohol pro Tag für Frauen und zwei für Männer. Ein Standardglas entspricht einem Deziliter Wein, drei Dezilitern Bier oder 0,2 Dezilitern Hochprozentigem. «Dabei sollte jeweils zwei aufeinanderfolgende Tage pro Woche kein Alkohol getrunken werden, um die Gewöhnung zu brechen und der Leber Zeit für die Erholung zu geben», sagt Mediensprecher Markus Meury.

2. Du trinkst ständig alleine

«Während des Lockdowns ist die soziale Kontrolle niedriger als in der Öffentlichkeit,» sagt Meury. Zu Hause auf dem Balkon fehlt die beste Freundin, die beim vierten Prosecco interveniert. Wenn du nicht aus Geselligkeit trinkst, ist es umso wichtiger, in dich hineinzuhören und die Gründe für deinen Konsum zu hinterfragen. Siehe nächster Punkt.

3. Du trinkst, weil du gestresst oder traurig bist

Die Coronakrise verlangt uns vieles ab: Die einen vermissen ihre Freunde und Familie, die anderen müssen Kids und Homeoffice unter einen Hut kriegen und wieder andere sehen sogar ihre Existenz bedroht. Wenn du trinkst, weil es dir nicht gut geht, riskierst du dadurch, immer mehr zu trinken. «Wir werden erst einige Zeit später genauere Zahlen haben», sagt Meury. «Aber wahrscheinlich wird sich die Anzahl der suchtkranken Menschen wegen der Pandemie erhöhen.»

4. Du trinkst aus Langeweile

Es ist wichtig, dass du dir im Lockdown Dinge suchst, die dir Spaß machen und dich entspannen: Zum Beispiel ein Bad nehmen, ein Buch lesen oder im Wald spazieren gehen. Zwei Gläser Rosé zu trinken, sollten nicht dazugehören. Hast du dir vorgenommen, an einem bestimmten Tag nichts zu trinken und weißt, dass Langeweile dich triggert, solltest du schauen, dass du beschäftigt bleibst.

5. Du trinkst während der Arbeit

Im Homeoffice zu arbeiten, ist eine ziemliche Umstellung, hat aber auch Vorteile: Man kann zwischendrin mal die Wäsche machen, den Tomatensugo drei Stunden lang köcheln lassen und die Chefin linst einem nicht ständig über die Schultern. Wenn Letzteres allerdings dazu führt, dass du dir schon am Nachmittag ein Panaché aufmachst, ist das problematisch.

(L'essentiel/Gloria Karthan)

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  • Wasserwesen am 26.01.2021 07:00 Report Diesen Beitrag melden

    ich trinke jeden Tag, weil ich Durst habe ...

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  • Wasserwesen am 26.01.2021 07:00 Report Diesen Beitrag melden

    ich trinke jeden Tag, weil ich Durst habe ...