Pikes Peak

25. Juni 2018 11:32; Akt: 25.06.2018 11:36 Print

Elektro-​​Racer von VW pulverisiert die Rekorde

Mit 7:57,148 Minuten lässt der Elektro-Rennwagen von VW auch der Konkurrenz mit Verbrenner keine Chance und schafft einen neuen Gesamtrekord!

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Der Elektro-Rennwagen VW I.D. R Pikes Peak erreicht das Ziel in Rekordzeit. (Bild: VW)

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Mit dem I.D. R Pikes Peak hat Volkswagen beim Pikes Peak International Hill Climb am Sonntag Geschichte geschrieben. Romain Dumas (F) bezwang die mit konventioneller Antriebstechnik fahrende Konkurrenz im 500 kW (680 PS) starken I.D. R Pikes Peak und verbesserte nicht nur die bisherige Bestmarke für Elektrofahrzeuge, sondern auch den Allzeit-Rekord von Sébastien Loeb (F) aus dem Jahr 2013 – und das um gleich 16 Sekunden. Dumas' neue Bestmarke von 7.57,148 Minuten steht nun an erster Stelle der Liste von Pikes-Peak-Siegern – darunter Legenden wie Loeb, Walter Röhrl (D), Michèle Mouton (F), Stig Blomqvist (S), Nobuhiro Tajima (J) sowie Rod Millen und dessen Sohn Rhys (beide NZ).

156 anspruchsvolle Kurven

19,99 Kilometer, 156 Kurven, nur ein Versuch – und der gelang: Mit dem I.D. R Pikes Peak stellte Volkswagen einen außergewöhnlichen Rennwagen auf die Räder. Alles war speziell auf die Anforderungen des berühmten Bergrennens zugeschnitten: Minimales Gewicht, größtmöglicher Abtrieb und maximale Leistung sollten die bestmögliche Performance ermöglichen. Der I.D. R Pikes Peak wiegt inklusive seiner Batteriezellen unter 1100 Kilogramm. Bei der Dimensionierung der Leistung vertraute Volkswagen auf Software-Simulationen, um das Optimum aus Energiebedarf und Leistung für den Rekordversuch am Pikes Peak zu bestimmen. In Sachen Aerodynamik galt es, den Verlust an Abtrieb durch die geringere Luftdichte am Pikes Peak zu kompensieren – weithin sichtbares Resultat dieses Versuchs: Die schlanke und flache Karosserie in Kombination mit dem riesigen Flügel am Heck.

Stromherstellung mit Glycerin

Auch in Sachen Ladetechnik ging Volkswagen einen neuen Weg – mit dem Ziel einer möglichst schnellen und gleichzeitig umweltschonenden Ladung. Dabei gab das Reglement die Zeit vor: Eine komplette Ladung muss im Falle eines Rennabbruchs in unter 20 Minuten realisiert werden. Der dazu benötigte Strom wurde mit Generatoren am Fuße des Pikes Peak erzeugt– die Wahl fiel auf Glycerin als Kraftstoff, das chemisch gesehen ein Zuckeralkohol ist. Dieser Kraftstoff– der beispielsweise bei der Herstellung von Bio-Diesel entsteht – verbrennt nahezu völlig ohne schädliche Abgase oder Rückstände. Glycerin selbst ist ungiftig und wird sogar in der Lebensmittel- und Kosmetikindustrie als Zusatzstoff verwendet.

«Erwartungen übertroffen»

Romain Dumas (F), Volkswagen I.D. R Pikes Peak #94

«Wahnsinn! Mit diesem Ergebnis haben wir unsere hohen Erwartungen noch übertroffen», freute sich Romain Dumas im Ziel. «Seit den Testfahrten in dieser Woche wussten wir, dass es möglich ist, den Allzeit-Rekord zu knacken. Dass alles so perfekt geklappt hat, ist ein unglaubliches Gefühl, und der neue Rekord am Pikes Peak ist das Tüpfelchen auf dem i. Der I.D. R Pikes Peak ist das beeindruckendste Auto, das ich je im Wettbewerb gefahren bin.»

Zwischen Bekanntgabe und Startschuss des Pikes-Peak-Projekts am 18. Oktober 2017 und der Rekordfahrt am Pikes Peak am 24. Juni 2018 lagen gerade einmal 250 Tage.

(L'essentiel/lab)

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