Limettenkrankheit

26. Juni 2019 07:00; Akt: 26.06.2019 07:13 Print

Achtung! Deine Margarita will dir wehtun!

Sommer, Sonne, Margarita Burn. Richtig gelesen. Wir erklären, was das ist und garantieren: Euer Cocktail erscheint euch danach in ganz neuem Licht.

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(Bild: Pixabay/378322)

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Euer Margarita will euch wehtun. Und euer Mojito auch. Was sich ziemlich lustig anhört, ist aber leider kein Scherz. Im Gegenteil: die sogenannte Limettenkrankheit ist sehr real und ihre Folgen sind schwerwiegend: Sie kann nämlich sogar Verbrennungen zweiten und dritten Grades verursachen.

Phytophotodermatitis, auch Limettenkrankheit genannt, tritt auf, wenn die Haut mit Citrussaft in Kontakt kommt und daraufhin der Sonne ausgesetzt wird. Etwa, wenn du grad versehentlich deinen dritten Cocktail verschüttet hast.

Pflanzen enthalten lichtempfindliche Substanzen

Aber nicht nur Limetten können die Margarita-Verbrennungen hervorrufen, sondern auch andere Zitrusfrüchte, Karotten, Sellerie, Fenchel, Pastinaken und Petersilie. Diese Pflanzen enthalten alle Furocumarine, lichtempfindliche Substanzen.

Wenn dieser Giftstoff von der Hautoberfläche aufgenommen und durch UV-Strahlen aktiviert wird, verursacht er Rötungen, Blasen und Verbrennungen. Die allergische Reaktion tritt innerhalb von 24 Stunden nach Sonneneinstrahlung auf.

Das hilft gegen die Limettenkrankheit:

Und was macht man, wenn einen der Margarita Burn erwischt hat? «Du brauchst die gleiche Pflege wie nach einem Sonnenbrand: Kalte Kompressen, entzündungshemmende Medikamente wie Ibuprofen oder Kortison», sagt die Dermatologin Keira Barr gegenüber Health Line. Schwere Blasen oder offene Stellen könnten zu Infektionen führen. «Deshalb sollten sie wie eine Verbrennung behandelt werden.»

Phytophotodermatitis führt nach dem Abklingen der Rötungen und Bläschen oft zu einer Hyperpigmentierung der Haut. Das bedeutet, dass die betroffenen Hautstellen dunkler sind als sonst. Diese Pigmentstörungen können mit bleichenden Cremes behandelt werden, oft verblasst die Haut aber auch wieder von selbst.

Um Verbrennungen zu vermeiden, bleibt Prävention die beste Methode. Denkt also daran, eure Hände vor der Happy Hour mit Sonnenschutz einzucremen, denn die sind sowohl UV-Strahlen als auch unerwünschten Limetten-Spritzern am meisten ausgesetzt.

Und: Kommt nicht mit dem Citrussaft in Berührung. Wenn euch der Saft dann trotzdem mal über die Finger oder Beine läuft, spült ihn mit Wasser ab, bevor ihr in die Sonne geht.

(L'essentiel/Friday/Eva Grau)

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