Eklig

27. März 2019 09:28; Akt: 27.03.2019 09:34 Print

An diesen Orten wimmelt es von Alltagskeimen

Wo viele Menschen sind, gibt es auch viele Keime. Nicht alle machen krank, und sie lassen sich einfach vermeiden.

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Jedes Jahr zur Erkältungszeit im Frühjahr und Herbst macht die Angst vor Ansteckung die Runde. Am besten gar nicht mehr nach draußen gehen, niemandem die Hand schütteln und warten, bis alles vorbei ist, denken sich viele.

Bakterien im öffentlichen Nahverkehr

Abgesehen davon, dass das für die wenigsten machbar ist: Wir sind zwar jeden Tag von Millionen Keimen umgeben, das meiste, was da lauert, ist jedoch ungefährlich. Aber eben nicht alles. Ein Reinigungsunternehmen, das vor zwei Jahren in den öffentlichen Verkehrsmitteln von London, Berlin und Paris Proben nehmen ließ, fand vereinzelt gefährliche Bakterien an Haltestangen und auf Sitzbezügen.

Der Gedanke, dass jemand, der gerade in die Hand geniest hat, die Haltestange im Tram vor einem angefasst hat, ist wirklich nicht erbaulich. An Handläufe von Rolltreppen, Griffe von Einkaufswagen und Liftknöpfe denken die meisten Menschen dagegen nicht, dabei fanden sich darauf schon Durchfallerreger. Grundsätzlich gilt: Je rauer und feuchter eine Oberfläche ist, je seltener sie gereinigt wird und je mehr Menschen sie anfassen, desto mehr Keime finden sich dort.

Bakterien im Büro

Das gilt auch fürs Büro. Auf der Computertastatur können sich eine ganze Menge Keime tummeln, vor allem, wenn sie von mehreren Personen genutzt wird. Das Gleiche gilt für die Maus, das Telefon, das Handy, den Locher und den Kopierer.

Weniger von Keimen besiedelt sind Lichtschalter, Türklinken und auch die oft zu Unrecht schlechtgeredete Klobrille, weil sie glatt sind und meist regelmäßig professionell gereinigt werden. Im Bürokühlschrank oder in der Kaffeemaschine kann sich dagegen ein ganzes Biotop befinden. Wer die Handtasche, die eben noch auf dem Boden stand, auf dem Schreibtisch abstellt und die Jacke hinterherwirft, sorgt zusätzlich für Vielfalt.

Alles halb so schlimm

Ein Grund zur Panik ist das aber nicht. Die kleinen Organismen können sich bei guten Bedingungen zwar sehr schnell vermehren, auf einer glatten, trockenen Oberfläche, die regelmäßig geputzt wird, halten sie sich aber nicht lange. Um bei ihrer Verteilung gar nicht erst mitzuhelfen, reichen einfache Hygienemaßnahmen wie regelmäßiges Händewaschen aus.

Das sollte man immer dann tun, wenn man von draußen hereinkommt, auf der Toilette war oder kranken Menschen die Hand geschüttelt hat. Das klingt banal, aber die meisten Leute tun das nicht, außer sie arbeiten in speziellen Berufen. Vorsicht und Händewaschen sind die Hauptgründe, weshalb Ärzte nicht ständig krank sind. Tastatur, Telefon, Handy und Kühlschrank freuen sich alle zwei bis drei Wochen über eine Reinigung.

Bloß keine Taxis!

Wer sich dennoch ekelt oder auf keinen Fall krank werden will, fährt am besten Fahrrad. Das stärkt das Immunsystem, vermeidet einige keimbelastete Orte und spart obendrein noch Geld. Ein schlechter Rat ist dagegen Taxifahren. Auf den Taxisitzen in London und Berlin sowie auf den Bänken am Bahnhof in Paris fanden sich die meisten Keime.

(L'essentiel/mst)

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