«Kreative Nutzung»

13. Oktober 2021 12:50; Akt: 13.10.2021 13:03 Print

Ärzte warnen vor Nikotinbeuteln in Genitalien

Ein gefährlicher Trend aus Dänemark: Jugendliche schieben sich «White Snus» nicht unter die Oberlippe, sondern in andere Körperöffnungen.

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Die neue Art der Anwendung von «White Snus» bereitet Ärzten große Sorge. (Bild: Getty Images)

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In Dänemark sind Nikotinbeutelchen bei jungen Menschen sehr beliebt. Eigentlich schiebt man sich die kleinen Päckchen unter die Oberlippe. Doch immer mehr scheinen damit zu experimentieren und stecken sich die Beutel in andere Körperöffnungen – etwa unter die Vorhaut des Penis, in die Vagina oder in den Anus. Das berichtet der dänische öffentlich-rechtliche Rundfunk Danmarks Radio (DR).

Experten schlagen deshalb jetzt Alarm. Denn das in Dänemark legale «White Snus» enthält keinen Tabak, sondern Stärke, Pflanzenfasern, Aromen sowie Nikotin und macht stark abhängig. Außerdem kann es zu ernsthaften gesundheitlichen Beeinträchtigungen an den betroffenen Körperstellen kommen, wie Ärzte warnen.

Schäden an den Genitalien

«Einiges davon kann durchaus Teil einer Partykultur sein. Die jungen Leute sind bereit, Risiken einzugehen und müssen sich möglicherweise auch gegenseitig herausfordern. Aber es liegt sicher auch daran, dass jemand verheimlichen will, dass er süchtig geworden ist und nicht möchte, dass seine Eltern es entdecken», sagt Gesundheitsberaterin Rikke Højland dem Sender zu der fragwürdigen Art des Konsumierung. Diese «kreative Nutzung» hält sie für besorgniserregend.

Denn so wie die Verwendung von Nikotinbeuteln im Mund das Zahnfleisch schädigen kann, sind ähnliche Verletzungen an den anderen Körperöffnung ebenso wahrscheinlich. «Wir sehen diese Zahnfleischverletzungen im Mund, die Schleimhäute der Genitalien sind genauso anfällig», sagt Højland.

«Haltet euch davon fern»

Gesundheitsberaterin Charlotte Rømer berichtet sogar von einem Fall, der ihr ein Schüler erzählt hatte. Dieser habe mit Freunden Nikotinbeutel unter die Vorhaut des Penis gesteckt. «Sie haben sich betrunken und einer von ihnen hat vergessen, die Tüte wieder herauszunehmen. Am nächsten Morgen wachte er auf und sein Penis war rot, richtig geschwollen und tat weh. Es war das erste und letzte Mal, dass er es ausprobiert hat», sagte Rømer.

Der 19-jährige Victor Flensborg Buus hat sich ebenfalls ein Nikotinpäckchen unter die Vorhaut gesteckt, wie er DR erzählt: «Ich habe es versucht, einfach, um es zu probieren. Ich werde das nicht wieder tun. Es war einfach nicht schön. Es ist überhaupt nichts, was ich anderen empfehlen würde. Haltet euch davon fern.»

(L'essentiel/kiky)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • JOHNNY am 13.10.2021 15:41 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Dei Domm stierwen leider ni aus…

  • Jos am 13.10.2021 16:46 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Bevor jetzt wieder über die Jugend von heute gejammert wird: Unsinn und Verrückten gab es schon immer, nur die Techniken haben sich verändert. Wartet mal ab, wie diese jungen Leute in einigen Jahren darüber denken.

  • OMG am 13.10.2021 13:28 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Jugend verblöd awer emmer mei

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Francky M am 14.10.2021 07:34 Report Diesen Beitrag melden

    On se demande ce qui se passe dans leur tête ???? il n'ont qu'a se mettre un sachet de camomille dans le c-l , ça les calmera . Heureusement que tous les jeunes ne sont pas aussi idiots que ceux la .

  • Jos am 13.10.2021 16:46 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Bevor jetzt wieder über die Jugend von heute gejammert wird: Unsinn und Verrückten gab es schon immer, nur die Techniken haben sich verändert. Wartet mal ab, wie diese jungen Leute in einigen Jahren darüber denken.

  • JOHNNY am 13.10.2021 15:41 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Dei Domm stierwen leider ni aus…

  • OMG am 13.10.2021 13:28 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Jugend verblöd awer emmer mei

    • pacman am 13.10.2021 16:24 Report Diesen Beitrag melden

      Next Generation. Secher sin se net all sou mais en erschreckend heigen Prozensaatz.

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