Papua-Neuguinea

25. April 2018 17:23; Akt: 25.04.2018 17:28 Print

Auf Abenteuer-​​Trip im Reich der Krokodilmänner

Uralte Riten und mächtige Reptilien: Im Ost-Sepik ist Reisen noch Abenteuer.

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Ein lautes Platschen, ein spitzer Schrei – oh Gott, was ist passiert?! Der Einbaum schaukelt gefährlich, um uns herum nur Dunkelheit und das ohrenbetäubende Zirpen der Grillen. Wir befinden uns auf Krokodiljagd im Ost-Sepik. Grund für die Aufregung: ein paar Fische, die vom Schein unserer Taschenlampen angelockt ins Boot sprangen. Ein Krokodil bekommen wir erst später zu Gesicht. Das enttäuschend kleine Babyreptil wird nach kurzem Blitzlichtgewitter wieder freigelassen.

In den Stelzendörfern des Karawari-Gebiets erzählt man von erlegten 10-Meter-Exemplaren und zeigt zum Beweis imposante Fangzähne. Auch wenn Missionare den christlichen Glauben an Papua-Neuguineas längsten Fluss gebracht haben, die alten Geister haben sie nicht ausgetrieben. Mit 15 Jahren werden die sogenannten Krokodilmänner des Chambri-Stamms einem schmerzvollen Initiationsritus unterzogen, bei dem schuppenähnliche Muster in die Haut geritzt werden.

«Zwischen Altertum und Moderne»

Um die Narbenbildung zu fördern, werden die Wunden mit einem Gemisch aus Öl und Lehm abgerubbelt. «Ich litt Höllenqualen», sagt der 21-jährige Timi und enthüllt mit einem Grinsen die vom Betelnuss-Kauen rot verfärbten Zähne. Seine Frau zeigt derweil, wie Sago hergestellt wird. Neben Fisch ist die Palmstärke das Grundnahrungsmittel der Region. Extra für die Touristen hat sie ein Baströckchen angezogen.

«Hier steckt man zwischen Altertum und Moderne», sagt Helikopterpilot Phil, der für einen Mobilfunkanbieter in den entlegensten Gegenden des Landes arbeitet. «Nicht selten werde ich von Leuten mit Kriegsbemalung empfangen», erzählt er. Der Grund, weshalb der Neuseeländer bleibt, ist derselbe, der ihn auch immer wieder fast verzweifeln lässt: «Papua-Neuguinea bleibt mir ein Rätsel.»

(L'essentiel/sei)

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