England

26. Mai 2019 15:32; Akt: 26.05.2019 15:39 Print

Baumhäuser sollen die Wohnungsnot lindern

Mit außergewöhnlichen Baumhäusern soll das Platzproblem in englischen Städten gelöst werden.

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Matthew Chamberlain, ein Absolvent der University of Westminster, hat ein nachhaltiges Baumhaus entworfen, mit dem die Wohnungsnot in London und anderen englischen Städten eingedämmt werden soll. Zusätzlich sollen die Bäume, an denen die Häuser hängen, für bessere Luft in den Städten sorgen.

Braucht genauso viel Platz wie ein Parkplatz

Die sogenannten Street Tree Pods sind tränenförmige Gebilde, die an bestehenden oder neuen Bäumen befestigt werden können. Dabei brauchen sie nur gerade so viel Platz, wie ein einzelner Parkplatz benötigt.

Die Baumhäuser sind derzeit aber nicht als permanente Wohnungen gedacht. Geplant sind Kurzzeit-Vermietungen, beispielsweise an Studenten, junge Erwachsene, Menschen, die eine Zwischenlösung suchen, und Obdachlose.

Fokus auf Natur richten

«Die Street Pods sollen zwei Probleme gleichzeitig angehen: Das Platzproblem und die Luftverschmutzung in London und anderen größeren Städten», sagt Chamberlain gegenüber Medien. «Die Street Pods schaffen eine Verbindung zwischen Wohnen und Natur, zwischen Haus und Baum. Es soll die Aufmerksamkeit der Menschen auf die Natur richten.»

Das Design der Baumhäuser ist ebenfalls an einen natürlichen Prozess angelehnt: Es soll aussehen, wie wenn zwei Bäume zusammenwachsen. Die Fassade, die aus Zedernholz bestehen soll, verstärkt diesen Eindruck. Zusätzlich sollen auf den Baumhäusern Vogelhäuschen aufgestellt werden.

Blätter bieten natürlichen Schatten

Chamberlain hat das Projekt als Masterarbeit für seinen Abschluss in Architektur entworfen. Für ihn ist es wichtig, dass wieder mehr Bäume, mehr Natur in die Städte kommt. «Laut Studien sind Bäume gut gegen Fettleibigkeit und reduzieren diverse gesundheitlichen Risiken», sagt Chamberlain.

Jedes Baumhaus ist am Stamm befestigt, damit kein Gewicht auf den Ästen liegt. Zwischen Baumstamm und Haus soll ein Gummiring sicherstellen, dass der Baum weiterwachsen kann – und die Verbindung zum Baumhaus trotzdem dicht bleibt. Die Blätter der Bäume dienen als natürlicher Schattenspender.

Vierstöckiges Baumhaus

In die vierstöckigen Baumhäuser kommt man – natürlich – mit einer Leiter. Im untersten Geschoss befindet sich der «Plant Room», hier gibt es Regenwassertanks, einen Komposthaufen und eine Luftwärmepumpe. Im zweiten Geschoss beginnt die eigentliche Wohnung: Dort gibt es eine Küche, ein kleines Bad und ein Wohnzimmer mit Balkon.

Im dritten Stockwerk gibt es eine Dusche, eine Art Büro und einen Lagerraum. Im obersten Stockwerk soll ein Schlafzimmer mit Oberlicht sein. Dank Wärmepumpe und Regenwassertanks sind die Baumhäuser nachhaltiger als normale Wohnungen.

Jetzt kommt die App

In seiner Masterarbeit gibt es auch einen Entwurf für einen erhöhten Fahrradweg, der die Baumhäuser miteinander verbindet. Und das ist längst nicht alles: Chamberlain plant auch eine App, mit der die Baumhäuser später Besitzer finden sollen.

Die Smart Tree App ist eine Vision, wie das Projekt sich entwickeln könnte. Darin sieht man die verschiedenen Arten von Baumhäusern, wie viele Zimmer sie haben und so weiter.

(L'essentiel)

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