Infektionsrisiko

24. Juni 2019 11:17; Akt: 24.06.2019 11:22 Print

Bereits zehn Minuten im Meer verändern die Haut

Eine Studie analysiert den Zusammenhang zwischen Schwimmen im Meer und der Veränderung der Hautbarriere.

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Die Haut ist unser größtes Organ und dabei ein komplexes, dynamisches Ökosystem, auf dem Mikroorganismen wie Bakterien und Pilze leben. Sie ist auch die erste Verteidigungslinie und Schutzbarriere des Körpers. Verändert sich unsere Hautflora, besteht eine höhere Wahrscheinlichkeit für Infektionen und Krankheiten. Das Schwimmen im Meer soll darauf Einfluss nehmen können, so das Ergebnis einer neuen Studie.

Baden im Meer erhöht Infektionsrisiko

Es gibt bereits frühere Studien, die berichten, dass nach einem kurzen Besuch am Meer häufiger Infektionen auftraten.

Diesen Zusammenhang wollten zwei US-Forscherinnen näher betrachten und stellten bei ihrer Untersuchung mit neun Freiwilligen an einem kalifornischen Strand fest, dass hier tatsächlich eine nachweisbare Verbindung besteht. Die Teilnehmer verwendeten keine Sonnencreme, schwammen nicht regelmäßig im Meer und hatten in den letzten sechs Monaten keine Antibiotika benutzt.

Meeresbakterien auf der Hautflora

Die Forscherinnen entnahmen den Studienteilnehmern vor dem Meeresbesuch, zehn Minuten danach und sechs bis 24 Stunden danach Proben ihrer Hautflora. Dabei zeigte sich, dass sie vor dem Schwimmen eine individuelle Zusammensetzung aufwiesen, danach hatte sich die Hautflora grundlegend verändert. Meeresbakterien waren dazugekommen.

«Sehr interessant war, dass wir nach dem Schwimmen bei allen Teilnehmern Bakterien aus der Gattung Vibrio gefunden haben», sagte Marisa Nielsen von der University of California. «Wir haben sie genauer untersucht, weil wir wissen, dass einige Arten davon Krankheiten verursachen können», meinte sie gegenüber science.ORF.at. Der bekannteste ist der Cholera-Erreger. Dieser war im Vergleich zum Anteil in Meer zehnmal höher.

«Unsere Daten zeigen zum ersten Mal, dass Meereswasser die Zusammensetzung und Vielfalt des menschlichen Hautmikrobioms verändern kann», sagt Nielsen.

(L'essentiel/GA)

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