Verdoppeltes Risiko

15. September 2020 16:13; Akt: 15.09.2020 16:43 Print

Bis zum Umfallen trinken kann zu Demenz führen

Alkoholkater sind schlimm, aber möglicherweise nicht die schlimmste Folge von Alkoholexzessen.

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Zu viel Alkohol ist nie gut. Doch wer sich bis zur Bewusstlosigkeit trinkt, könnte ein deutlich erhöhtes Risiko haben, an Demenz zu erkranken. Das berichten Forschende des University College London im Fachjournal Jama Network Open. Sie haben mehrere Studien ausgewertet, in denen die Trinkgewohnheiten von über 131.000 Menschen untersucht worden waren.

Nicht übertreiben

Wie das Team um den Epidemiologen Mika Kivimaki herausfand, scheint weniger eine Rolle zu spielen, wie viele Drinks jemand pro Woche zu sich nimmt, als wie die Abende mit Alkohol enden. Denn egal, ob es sich bei den Probanden um mäßige oder starke Trinker (ab 14 Alkoholeinheiten pro Woche) handelte: Hatten die Teilnehmer in den letzten zwölf Monaten bis zum Umfallen getrunken, verdoppelte sich ihr Demenzrisiko gegenüber denjenigen, die keine Blackouts hatten, so Kivimaki und seine Kollegen.

Dabei machte es keinen Unterschied, ob es sich um Männer oder Frauen handelte. Auch das Alter der Studienteilnehmer war unerheblich.

Bewusstseinsverlust könnte Demenz begünstigen

Die Forschenden weisen darauf hin, dass ihre Studie nichts darüber aussagt, ob der Bewusstseinsverlust die Demenz begünstigt oder Menschen mit Demenzveranlagung einfach eher zum Rauschtrinken tendieren. Allerdings spreche einiges für Ersteres: «Ethanol ist neurotoxisch, überquert die Blut-Hirn-Schranke und kann in hohen Konzentrationen pathologische Prozesse auslösen, die die Gehirnzellen schädigen oder abtöten.»

Zudem können Episoden von besonders starkem Alkoholkonsum zur Entwicklung anderer Gesundheitszustände im Zusammenhang mit Demenz beitragen. Zum Beispiel Leber- und Nierenerkrankungen, Diabetes und koronare Herzkrankheiten.

(L'essentiel/Fee Anabelle Riebeling)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Joh Beiden am 16.09.2020 18:21 Report Diesen Beitrag melden

    Zuviel Mainstream-Medien-Konsum ebenfalls!

  • coms am 16.09.2020 10:17 Report Diesen Beitrag melden

    ich denke so viel trinken kann nicht viel ausmachen. weil man muss schon einen grösseren Schaden haben um überhaupt soviel zu trinken , da macht das auch nichts mehr..

  • WhaleWhisperer am 15.09.2020 18:03 Report Diesen Beitrag melden

    Foto 1|40 "Emgefal an ausgelaf!" Foto 11|40 "Zudem bekommt man Schwierigkeiten, wenn es darum geht, Entfernungen richtig einzuschätzen." In covid19 Zeiten kommt man sich dann zu nahe. Ausserdem ist man mit falscher Entfernungseinschätzung fahruntauglich.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Joh Beiden am 16.09.2020 18:21 Report Diesen Beitrag melden

    Zuviel Mainstream-Medien-Konsum ebenfalls!

  • coms am 16.09.2020 10:17 Report Diesen Beitrag melden

    ich denke so viel trinken kann nicht viel ausmachen. weil man muss schon einen grösseren Schaden haben um überhaupt soviel zu trinken , da macht das auch nichts mehr..

  • WhaleWhisperer am 15.09.2020 18:03 Report Diesen Beitrag melden

    Foto 1|40 "Emgefal an ausgelaf!" Foto 11|40 "Zudem bekommt man Schwierigkeiten, wenn es darum geht, Entfernungen richtig einzuschätzen." In covid19 Zeiten kommt man sich dann zu nahe. Ausserdem ist man mit falscher Entfernungseinschätzung fahruntauglich.