#FillTheBottle

18. August 2019 16:24; Akt: 18.08.2019 16:30 Print

Darum sammeln jetzt alle Kippen in Flaschen

Viele Social-Media-Challenges sollen vor allem dem Zeitvertreib dienen. Nicht so #FillTheBottle. Sie macht Spaß – und Sinn.

Bildstrecke im Grossformat »

Zum Thema
Fehler gesehen?

Sucht man auf Instagram, Twitter, Facebook und Co. #FillTheBottle, tauchen zurzeit unzählige Bilder zu der wohl sinnvollsten Social-Media-Challenge seit langem auf. Dabei gilt es, Plastikflaschen mit Zigarettenstummeln zu füllen, zu fotografieren und auf Social Media zu posten.

Dass sich so viele Menschen an der Aktion für die gute Sache beteiligen, ist erfreulich. Dass sie in einem so großen Maße fündig werden (siehe Bildstrecke oben), genau das Gegenteil. Denn so klein Zigarettenkippen auch sind, so groß ist die Gefahr, die von ihnen ausgeht. Zumal es so viele sind.

Zigarettenstummel sind Sondermüll

Experten gehen davon aus, dass von den weltweit jährlich 5,6 Billionen Zigaretten, die geraucht werden, 4,5 Billionen achtlos weggeworfen werden. Dies, obwohl die Weltgesundheitsbehörde WHO Zigarettensstummel 2017 zum Sondermüll erklärt hat – vor allem wegen des Filters. Der ist nicht nur randvoll mit zum Teil hochgiftigen Chemikalien aus dem Tabakrauch, er besteht in den allermeisten Fällen aus Celluloseacetat – Kunststoff.

Wie jeder Kunststoff zerfallen Filter mit der Zeit zu Mikroplastik. Wie lange das dauert, darüber gehen die Meinungen auseinander. Während die Zigarettenindustrie von einigen Monaten bis zu drei Jahren spricht, sagen verschiedene Studien, dass es im Süsswasser 10 bis 15 Jahre dauert, im Salzwasser sogar deutlich länger.

Wachsende Community

Ins Leben gerufen hat die Challenge die Studentin Amel Talha aus dem französischen Chelles. Auslöser war ein Foto, das ein Freund von ihr – Jason Prince – am 31. Juli gepostet hatte. Dazu schrieb er: «Ich habe 20 Minuten gebraucht, um diese Flasche mit Kippen zu füllen, die alle aus einem Umkreis von weniger als 50 Metern stammen. Das ist extrem ernst.»

Dieser Meinung war auch Talha, die den Beitrag teilte und erstmals mit dem Hashtag #FillTheBottle versah. Eine Öko-Challenge war geboren. Sie wolle mit dieser «das Bewusstsein der Menschen wecken und schärfen», zitiert sie das französische Newsportal Actu.fr.

Das gelingt ihr offenbar: Mittlerweile verabreden sich die Teilnehmer zum Flaschenbefüllen. Zum Beispiel direkt unter dem Eiffelturm. Aber auch in den Banlieues, am Stadtrand, wird es sauberer. Hier nominieren sich Jugendliche und ihre Bezirke gegenseitig und treffen sich, um Müll zu sammeln.

(L'essentiel/fee/jcg)

Fragen und Antworten rund um die Kommentar-Funktion
«Warum dauert es manchmal so lange, bis mein Kommentar sichtbar wird?»

Unsere Leser kommentieren fleißig – Tag für Tag gehen Hunderte Meinungen zu allen möglichen Themen ein. Da die Verantwortung für alle Inhalte auf der Website bei der Redaktion liegt, werden die Beiträge vorab gesichtet. Das dauert manchmal eben einige Zeit.

«Warum wurde mein Kommentar gelöscht?»

Womöglich wurde der Beitrag in einer Fremdsprache verfasst. Wir geben nur Kommentare in den Landessprachen Luxemburgisch, Deutsch und Französisch frei. Beiträge, die Beleidigungen, Verleumdungen oder Diffamierungen enthalten, werden sofort gelöscht. Auch Kommentare, die aufgrund mangelnder Orthografie quasi unlesbar oder in Versalien geschrieben sind, werden das Licht der Öffentlichkeit nie erblicken.

«Habe ich ein Recht darauf, dass meine Kommentare freigeschaltet werden?»

«L'essentiel» ist nicht dazu verpflichtet, eingehende Kommentare zu veröffentlichen. Ebenso haben die kommentierenden Leser keinen Anspruch darauf, dass ihre verfassten Beiträge auf der Seite erscheinen.

Haben Sie allgemeine Fragen zur Kommentarfunktion?

Schreiben Sie an feedback@lessentiel.lu
Hinweis: Wir beantworten keine Fragen, die sich auf einzelne Kommentare beziehen.

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Julie am 19.08.2019 07:33 Report Diesen Beitrag melden

    Raucher ärgern sich über Verbote , allerdings hat ihr rücksichtsloses Handeln ( rauchen am Tisch wenn andere Leute essen, rauchen überall ohne Rücksicht auf Nichtraucher, Auslösen von Bränden durch Wegschmeissen der Kippen aus fahrenden Autos und in der Natur usw ) erst diese Verbote ausgelöst

    einklappen einklappen
  • Billy am 18.08.2019 21:55 Report Diesen Beitrag melden

    Die grosse Freiheit besteht sicher darin die Kippen auf den Boden zu schmeissen. Muss wieder ein Gesetz her?

Die neusten Leser-Kommentare

  • Julie am 19.08.2019 07:33 Report Diesen Beitrag melden

    Raucher ärgern sich über Verbote , allerdings hat ihr rücksichtsloses Handeln ( rauchen am Tisch wenn andere Leute essen, rauchen überall ohne Rücksicht auf Nichtraucher, Auslösen von Bränden durch Wegschmeissen der Kippen aus fahrenden Autos und in der Natur usw ) erst diese Verbote ausgelöst

    • Knouter am 19.08.2019 08:00 Report Diesen Beitrag melden

      Nicht nur Raucher ... alles was selbstverständlich sein sollte, muss per Gesetz geregelt werden, weil einige es nicht einsehen und immer wieder Scheisse bauen

    einklappen einklappen
  • Billy am 18.08.2019 21:55 Report Diesen Beitrag melden

    Die grosse Freiheit besteht sicher darin die Kippen auf den Boden zu schmeissen. Muss wieder ein Gesetz her?