Mamie S. Barrett

23. Januar 2018 07:43; Akt: 23.01.2018 07:47 Print

Das Geisterschiff am Mississippi

Auf dem Trockenen: Mit der Mamie S. Barrett soll Roosevelt einst den Mississippi befahren haben. Heute ist sie ein Geisterschiff.

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Gestrandet an einem Nebenarm des Mississippi in Louisiana liegt die verrottende Hülle des Schleppers Mamie S. Barrett. Der stolze Raddampfer dient als Erinnerung an die goldene Zeit der Mississippi-Schifffahrt.

Fast 100 Jahre alt

Erbaut wurde das Schiff 1921 vom Howard Shipyard, einem Schiffbauer aus Jeffersonville, Indiana. Und angeblich war es dieses Schiff – die Mamie S. Barrett – auf der der damalige Präsident Franklin D. Roosevelt 1942 den Mississippi befuhr. Seit fast zwei Jahrzehnten verrottet das Schiff.

Laut der Website Steamboats.org ist der Raddampfer 44,5 Meter lang und wurde erstmals in Cincinnati eingesetzt. Zwei Jahre später wurde er als Inspektionsboot an die US-Army verkauft und in Penniman umbenannt. 1947 war die militärische Laufbahn des Schiffes zu Ende.

Vom Armeeschiff zum Restaurant

In den ersten Jahren des Kalten Krieges wurde die Mamie S. Barrett als ziviles Schiff genutzt. Sie wechselte in den folgenden Jahrzehnten mehrmals den Besitzer: Unter anderem diente sie als Restaurant für den Harbor Point Yacht Club in Weston Alton, Missouri.

In den 80er-Jahren befand sich der Raddampfer in Kentucky, wo er (frisch renoviert) erneut als Restaurant diente. 1987 wechselte er erneut den Besitzer und wurde in Vicksburg, Mississippi, als Theaterschiff genutzt. Dafür wurde die Mamie S. Barrett mit 120 Theaterstühlen ausgestattet.

Von einer Flut an Land gespült

1990 wurde der Raddampfer in ein Casino umgewandelt. Gespielt wurde darin allerdings nie: 1993 wurde die Mamie S. Barrett von einer Flut in die Nähe von Natchez gespült, einer Stadt in Mississippi.

Niemand versuchte, das Schiff zu retten: Das Klima im Sumpfgebiet um den Mississippi ließ die Mamie S. Barrett schnell verrotten – das 97 Jahre alte Schiff wurde zudem geplündert und ist heute Anlaufstelle für Fotografen, Vandalen und Geisterfans.

(L'essentiel)

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