Saisongemüse

29. September 2020 10:44; Akt: 29.09.2020 10:53 Print

Das hat der Kürbis zu bieten

Die Kürbissaison ist gestartet! Hier erfahrt ihr mehr über das vielseitig einsetzbare Gemüse, das eigentlich eine Beere ist.

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Der Herbst läutet die Kürbissaison ein. Wusstet ihr, dass Kürbisse botanisch zu den Beeren gehören, es über 1000 Kürbissorten gibt und dass man mittels Klopfprobe herausfinden kann, wie reif ein Kürbis ist? Wir haben erstaunliche Fakten rund um das Saisongemüse zusammengetragen.

1. Klopf, klopf
Bei vielen Lebensmitteln kann man die fünf Sinne einsetzen, um ihren Reifegrad zu erkennen. Reife Kürbisse erkennt man anhand der Klopfprobe: Klingt der Kürbis hohl und dumpf, schmeckt er am besten. Gibt der Kürbis zudem auf leichten Druck nicht nach, ist er ausgereift.

2. Gesund
Kürbis ist ein wichtiger Lieferant für Vitamine und Beta-Carotin, Mineralstoffe wie Kalium, Magnesium, Kalzium und Eisen sowie sättigende Ballaststoffe. Beta-Carotin ist eine Vorstufe von Vitamin A, wirkt im Körper antioxidativ und hilft dabei, freie Radikale zu bekämpfen. Magnesium ist essenziell für Nerven, Muskeln sowie Herz und am Aufbau der Knochen beteiligt. Auch Kalzium ist ein unverzichtbarer Bestandteil von Knochen und Zähnen. Eisen ist verantwortlich für den Sauerstofftransport, die Speicherung von Sauerstoff in den Muskeln und den Stoffwechsel. Trotz der hohen Dichte an wertvollen Inhaltsstoffen ist Kürbis kalorienarm und enthält im Durchschnitt pro 100 Gramm nur rund 25 Kilokalorien.

Kürbiskerne sind ein gesunder Snack, enthalten im Vergleich zum Fruchtfleisch aber deutlich mehr Kalorien. In den Kernen enthaltene Omega-3-Fettsäuren können den Blutdruck senken, wirken entzündungshemmend und unterstützen den Stoffwechsel.

3. Vielfältig
Noch vor wenigen Jahrzehnten galt Kürbis als Arme-Leute-Essen oder wurde zu Viehfutter verarbeitet, inzwischen hielten Kürbisse aller Farben und Formen Einzug in die Alltagsküche und sogar in die Haute-Cuisine. Ob als Suppe, Kuchen oder im Risotto: Das Einsatzgebiet von Speisekürbis ist groß. Man kann Kürbis auch roh genießen und ihn zum Beispiel für Salat wie Karotten raffeln. Fun Fact: In der Botanik gelten alle Kürbisse als Beeren. Laut Definition sind Beeren Früchte, deren Kerne – genauso wie beim Kürbis – frei im Fruchtfleisch liegen.

Es gibt mehr als 1000 Kürbissorten. Zur Familie der Kürbisse gehören allerdings auch Zierkürbisse, die nicht essbar sind. Der in Zierkürbissen enthaltene Bitterstoff Cucurbitacin kann Übelkeit und Bauchschmerzen auslösen. In unseren Breitengraden gehören der nussig schmeckende Butternusskürbis, der pikante Muskatkürbis und der besonders aromatische Hokkaidokürbis zu den beliebtesten Sorten. Leicht süßlich schmeckende Sorten kommen auch bei vielen Kindern gut an, die sich ansonsten nicht gerade nach gesunden Lebensmitteln verzehren.

4. Lange haltbar
Richtig gelagert, halten sich ganze Kürbisse mehrere Monate. Dazu sollten sie in einem kühlen und trockenen Raum aufbewahrt werden. Angeschnittene Kürbisse bleiben im Kühlschrank je nach Sorte zwischen zwei und vier Tagen frisch, und einzelne Stücke kann man blanchieren und einfrieren. Tiefgefroren sind die meisten Kürbissorten rund vier Monate haltbar.

(L'essentiel/Stephanie Sigrist)

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