Selbstversorgend

10. Mai 2018 17:52; Akt: 10.05.2018 17:52 Print

Das nachhaltigste Hotel der Welt

Das Hotel Svart in Norwegen soll sich einst komplett selbst mit Energie versorgen – und bietet einen Rundumblick auf Polarlichter.

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Das norwegisch-amerikanische Architekturbüro Snøhetta hat Pläne für das erste komplett selbstversorgende Hotel der Welt veröffentlicht. Es soll Svart heißen (Schwarz auf norwegisch, die Red.) und ist nach dem dunklen Eis des Svartisen-Gletschers benannt.

Viel weniger Energieverbrauch

Um die Selbstversorgung möglich zu machen, wird Svart auch rund 85 Prozent weniger Energie als herkömmliche Hotels benötigen. Stehen soll das kreisförmige Gebäude am Fuße des Berges Almlifjellet, direkt am Ufer des Holandfjorden, einem Fjord in der Gemeinde Meløy in Norwegen.

Der Aufbau des Hotels ist kein Zufall und dient auch nicht nur der atemberaubenden Aussicht: Es ist auch eine Hommage an die Geschichte der Fischerei in der Gegend. Als Vorlage dienten einerseits Fiskehjell, eine Holzkonstruktion, um Fisch zu trocknen, und Rorbu, die auf Stelzen gebauten Fischerhäuschen, die in Norwegen von den Fischern bewohnt werden.

Möglichst kleiner Einfluss auf die Natur

Durch die Stelzen soll das Hotel gewissermassen schweben und so einen möglichst kleinen Einfluss auf die Tiere und Pflanzen im Fjord haben. Das Hotel wird nur per Boot zu erreichen sein, auch hier ist ein ökologisch unbedenkliches Shuttle-Boot in Planung.

«In einer so empfindlichen Gegend zu bauen, brachte natürlich einige Voraussetzungen mit sich. Wir wollen die natürliche Schönheit des Ortes bewahren und Flora sowie Fauna schützen.» sagt Kjetil Thorsen von Snøhetta. «Wir wollten ein Hotel bauen, das nur einen minimalen ökologischen Fußabdruck hinterlässt, gerade weil wir uns hier in der wunderschönen norwegischen Natur befinden.»

Positive Energiebilanz

Svart soll sich nicht nur selbst versorgen können, es soll nach einigen Jahren sogar mehr Energie produzieren, als beim Bau benötigt wurde. Dafür haben die Architekten von Snøhetta mit einer Studie die Sonneneinstrahlung in der Gegend erfasst, um die Solarpanels optimal ausrichten zu können und das meiste aus den sehr unterschiedlich langen Tagen herauszuholen.

Besagte Solarpanels werden in einem speziellen, energiesparenden Verfahren produziert, was den ökologischen Fußabdruck weiter verkleinert. Zusätzlich wurde im ganzen Hotel wo immer möglich auf Holz gesetzt. Das Hotel soll 2021 eröffnet werden.

(L'essentiel/mst)

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