L.A. Auto Show

19. November 2021 07:51; Akt: 19.11.2021 08:12 Print

Das sind die diesjährigen Stars von Los Angeles

Alte Welt trifft neue Zeit: An der Messe in Kalifornien gehen Petrolheads und Weltverbesserer gemeinsam in die Zukunft.

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(Bild: Geiger)

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Es ist noch keine zehn Jahre her, da war die Elektromobilität auf der Autoshow in Los Angeles noch eine Randerscheinung. Draußen in Malibu und Hollywood waren die ersten Tesla unterwegs und drinnen im Staples Center standen ein paar Studien mit Stecker – doch dass der Funke einmal überspringen könnte – und dass es so schnell gehen würde – hat damals keiner gedacht. Zehn Jahre später ist die Messe in Kalifornien zwar noch immer eine PS. Doch die Autowelt hat sich auch in den USA gedreht und die Petrolheads sind in der Unterzahl.

Klar gibt es noch ein paar schillernd bunte Custom Cars, eine Handvoll fetter Trucks und SUV wie den Lexus LX600 oder den Lincoln Navigator mit Heavy Metall unter der Haube. Und sogar ein paar neue Sportwagen räkeln sich im Rampenlicht – Chevrolet enthüllt die neue Z06, Nissan präsentiert den neuen Z und Porsche zeigt mit dem Cayman GT4 RS so ziemlich das schärfste und zugleich purste, was Porsche seit Jahren gebaut hat.

Selbst der Ford F-150 kommt neu als Lightning

Aber wer was auf sich hält, der surrt elektrisch zur Messe – selbst der Ford F-150, seit Jahrzehnten das meistverkaufte Auto in Amerika und als rustikaler Pick-up ein Sinnbild für die vermeintlich überkommene Technik der Amerikaner, kommt nun als Lightning mit Elektroantrieb. Und Publikumsneuheiten wie der Jeep Grand Cherokee oder der Range Rover trauen sich auch nicht ohne mindestens einen Plug-in-Antrieb auf die Bühne.

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Dazu gesellen sich drei Stromer aus Japan, die bislang auf keiner Messe zu sehen waren und in den nächsten 18 Monaten auch nach Europa kommen: der Nissan Ariya als asiatischer Zwilling des Renault Mégane E-Tech sowie die baugleichen Crossover Toyota bZ4X und Subaru Solterra. Die Koreaner Hyundai und Kia bringen auf ihrer 800-Volt-Plattform zwei luxuriöse SUV mit mehr als 600 Kilometern Reichweite und zielen damit auf Autos wie den Audi e-Tron oder den BMW iX ab.

Und auch wenn der Hyundai Seven und der Kia EV9 aktuell noch Studien sind und dabei mit dem aufs autonome Fahren ausgelegten Loungekonzept bei den einen und dem Design bei den anderen etwas übers Ziel hinausschießen, werden die beiden binnen zwei Jahren in Serie gehen.

Es gibt auf der Messe aber nicht nur neue Modelle, sondern auch neue Marken. Während sich Rivian mit seinen elektrischen Pick-ups nur im Umfeld der Show präsentiert, haben sich Fisker mit seinem elektrischen Crossover Ocean, Canoo mit seinem charmanten Bus oder Edison mit einem eher exotischen Elektro-Pick-up einen Messestand geleistet. Und selbst Start-ups wie Electra Meccanica mit ihrem schmalspurigen 1+1-Sitzer trauen sich vor großes Publikum.

Der vielleicht interessanteste Newcomer wird allerdings von einem alten Bekannten präsentiert: Der ehemalige Opel-Chef Michael Lohscheller hat seinen ersten Auftritt bei VinFast und startet mit der Premiere zweier elektrischer SUV in Los Angeles die globale Expansion des ersten vietnamesischen Autoherstellers, die den e35 und den e36 Ende nächsten Jahres auch nach Europa führen soll.

(L'essentiel/Thomas Geiger)

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