9 Tage Tundra

11. Februar 2018 15:52; Akt: 11.02.2018 15:56 Print

Das weltweit härteste Hundeschlittenrennen

Das Iditarod Race in Alaska ist eine der größten Herausforderungen für Mensch und Tier. Ein Schweizer zählt zu den Favoriten.

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Man nennt es auch The Last Great Race, das letzte große Rennen: Jedes Jahr am ersten März-Wochenende gehen wagemutige Schlittenhundeführer, sogenannte Musher, am Iditarod in Alaska an den Start. Mit ihren 12 bis 16 Hunden von Anchorage auf ihren langen Weg – begleitet von Eis, Wind und Kälte. Nach rund 1800 Kilometern und zwei Dutzend Checkpoints erreichen sie das Ziel in Nome an der Beringsee.

Schweizer unter den Favoriten

75 Hundeschlittenteams sind dieses Jahr angemeldet, 20 Prozent des Teilnehmerfelds sind weiblich. Zu den Favoriten zählt Martin Buser. Er hat schon 34-mal am Iditarod teilgenommen und ihn schon viermal als Sieger beendet. «Die härteste Phase beginnt nach fünf Tagen. Dann machen sich Kälte und Schlafmangel schmerzlich bemerkbar», wird der Schweizer, der vor 21 Jahren nach Alaska ausgewandert ist, in einer Medienmitteilung von Visit Anchorage zitiert. «Es gibt für uns Musher eigentlich keine echte Pause. Bei den Stopps hat man alle Hände voll zu tun mit der Zubereitung des Futters, mit dem Maßieren der Hunde. Man beginnt zu halluzinieren. Das Rennen ist eine Grenzerfahrung. Umso größer ist die Euphorie, wenn das Ende naht.»

Historischer Hintergrund

Das Iditarod-Rennen geht auf ein tragisches Ereignis zurück: 1925 grassierte unter den Einwohnern von Nome, vorwiegend Goldsuchern, Diphtherie. Es begann ein Wettlauf gegen die Zeit, um die lebensrettende Medizin aus Anchorage zu beschaffen. In einem Staffellauf transportierten insgesamt 20 Musher mit über 100 Hunden das Serum ans Beringmeer. Der Norweger Gunnar Kaasen und sein Leithund Balto erreichten am 2. Februar 1925 ihr Ziel.

Heute müssen die Musher zwar keine Menschenleben mehr retten, sie riskieren aber jenes ihrer Hunde. Von der Tierschutzorganisation Peta wird das Iditarod-Rennen denn auch kritisiert. Im letzten Jahr starben sechs Hunde im Rahmen des Wettkampfs, nachdem die Zahl der Zwischenfälle in den Jahren davor abgenommen hatte.

(L'essentiel/sei)

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