Paul Kalkbrenner

05. Februar 2016 16:26; Akt: 05.02.2016 16:54 Print

«Die Chartspitze bringt heute nicht mehr so viel Geld»

ESCH/BELVAL – Paul Kalkbrenner, der König des deutschen Techno, tritt an diesem Freitag in der Rockhal auf. Was er über Charthits denkt und was sein neues Album anders macht.

Paul Kalkbrenner gibt an diesem Freitag, 20.30 Uhr, ein Konzert in der Rockhal. Eine Karte kostet 35 Euro.

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«L'essentiel:» Ihr Album «7» kam in Deutschland, der Schweiz und Österreich auf den ersten Platz. Wie fühlt sich das an? Paul Kalkbrenner: In Deutschland hatte ich schon mit «Icke Wieder» den zweiten Platz erreicht. Aber dreimal die Nummer eins zu sein, das ist großartig, ich bin sehr glücklich. Meistens zolle ich den Charts aber keine große Aufmerksamkeit. Es gibt so viele Gruppen, die auf den ersten Platz steigen, es ist nicht mehr so wie damals, als Michael Jackson monatelang auf Platz eins bleiben konnte. Und heute bringt die Chartspitze nicht mehr so viel Geld (lacht). Auf jeden Fall ist es wichtig für mein Label.

Es ist Ihr erstes Album, das von einem Majorlabel veröffentlicht wird. Was ist deswegen jetzt anders? Für mich ändert das nicht viel, außer, dass die Platte in mehreren Ländern herauskommt, etwa den USA und Großbritannien. Änderungen gibt es eher auf der Unternehmens- und Managementseite.

Sie hatten Zugang zum Katalog der Columbia Universitätbibliothek in New York? Ja, man hat mir das Archiv geöffnet. Ich hatte all diese Musik zur Verfügung und so hatte ich die Möglichkeit, nicht nur eine instrumentale Platte zu machen, sondern verschiedene Gesangspartien zu erarbeiten. Ich hatte Lust, etwas Neues zu auszuprobieren, zumal das mehr und mehr Leute versuchen. Und ich war bereit, bei dem Album etwas anders zu machen und die künstlerische Kontrolle zu behalten.

Sie hören Rock, Soul oder Folk? Nicht wirklich. Ich hatte nicht so viel Zeit, nach verborgenen Schätzen zu suchen. Aber ich wollte es mir beweisen, dass ich fähig war, diese Platte zu machen. Die Gesangspartien, das ist ein neuer Schritt für mich.

Bei der amerikanischen Öffentlichkeit ist elektronische Tanzmusik sehr beliebt. Wollen Sie ihr einen anderen Ansatz von Techno aufzeigen? Mir genügt es, nur meine Musik zu komponieren, ich habe nicht unbedingt einen Schlachtplan. Aber ich habe das Gefühl, dass dieser Trend rückläufig ist. Auch wenn mein jüngstes Album mehr Mainstream ist, fahre ich weiter fort, meine Version von Techno anzubieten. Und solange, wie mich das Plattenlabel weit entfernt von den großen Stars der elektronischen Tanzmusik positioniert, ist mir das recht.

Wie verläuft der Beginn der Tour?

Ich habe in vielen deutschen Städten gespielt, aber auch in New York, wo es sehr gut gelaufen ist. In Frankreich, Italien, Luxemburg und den Niederlanden geht es weiter. Das Set, das ich immer etwas vollgepackt hatte, geht statt drei nun zweieinhalb Stunden. Ich biete meine neuen Sounds und die Klassiker aus meinem Repertoire an.

(Cédric Botzung/L'essentiel)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Stefan am 05.02.2016 17:14 Report Diesen Beitrag melden

    Berliner Jungs sind die BESTEN!

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  • Stefan am 05.02.2016 17:14 Report Diesen Beitrag melden

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