Nachhaltig

22. Oktober 2021 11:47; Akt: 22.10.2021 16:29 Print

Dieser Tampon wird aus Algen hergestellt

Ein deutsches Start-Up möchte mit dem ersten Algen-Tampon eine 100-prozentig nachhaltige und abbaubare Alternative zu gängigen Angeboten schaffen.

storybild

Algen sind eine der ältesten und nachhaltigsten Pflanzen der Welt. (Bild: Getty Images/iStockphoto)

Zum Thema
Fehler gesehen?

Was Monatshygieneprodukte für Frauen angeht, hat sich das Angebot in den letzten Jahren sehr erweitert. Mittlerweile gibt es Binden und Tampons aus unbehandelter Bio-Baumwolle, aus Hanf oder sogar mit CBD, das gegen Menstruationsschmerzen helfen soll. Die Menstruationstasse sowie Menstruationsunterwäsche sind wiederverwendbare Optionen, die ein Tragen von Binden oder Tampons überflüssig machen.

Das Müll- und Plastik-Problem

90 Prozent der Menstruierenden verwenden Einwegprodukte. Während ihres Lebens verbrauchen sie damit bis zu 15.000 Periodenprodukte. Das ergibt 2 bis 4 Millionen Tonnen Periodenabfall. Weil der Anbau von Baumwolle Unmengen Wasser benötigt und einige Produkte trotzdem nach wie vor Plastik enthalten ("Silk Touch Oberfläche"), will ein deutsches Start-Up nun noch einen Schritt weiter gehen und steht davor, Tampons aus Algen zu produzieren.

Leistung und 100-prozentige Nachhaltigkeit vereint

Zwei Frauen gründeten VYLDNESS, mit der Bestrebung, ein absolut nachhaltiges Menstruationsprodukt herzustellen. Dafür sollen Algenfasern verwendet werden. Aktuell sind diese in der Forschungs- und Entwicklungsphase.

Der «Kelpon» (engl. «Kelp» für Alge) soll nach eigenen Angaben durch seinen marinen Ursprung extrem saugfähig sein und ein geringes bis kein Allergiepotential aufweisen. Zusätzlich sollen die Fasern entzündungshemmende Eigenschaften besitzen.

Für den Prototyp verwendet Vyld wild gesammelte Algen – also solche, die das Meer sowieso anspült - und verarbeitet sie zu Fasern.

Was die Nachhaltigkeit angeht, soll das Tamponmaterial «Alge» nach Eigenaussage zehnmal schneller als Landpflanzen wachsen und ohne Dünger, Pestizide oder Süßwasser auskommen, zur Wiederherstellung und Entsäuerung des Meereslebensraums beitragen, große Mengen CO2 und Stickstoff binden und biologisch und marin abbaubar und somit der Kreislaufwirtschaft zugängig sein.

(L'essentiel/sp)

Fragen und Antworten rund um die Kommentar-Funktion
«Warum dauert es manchmal so lange, bis mein Kommentar sichtbar wird?»

Unsere Leser kommentieren fleißig – Tag für Tag gehen Hunderte Meinungen zu allen möglichen Themen ein. Da die Verantwortung für alle Inhalte auf der Website bei der Redaktion liegt, werden die Beiträge vorab gesichtet. Das dauert manchmal eben einige Zeit.

«Warum wurde mein Kommentar gelöscht?»

Womöglich wurde der Beitrag in einer Fremdsprache verfasst. Wir geben nur Kommentare in den Landessprachen Luxemburgisch, Deutsch und Französisch frei. Beiträge, die Beleidigungen, Verleumdungen oder Diffamierungen enthalten, werden sofort gelöscht. Auch Kommentare, die aufgrund mangelnder Orthografie quasi unlesbar oder in Versalien geschrieben sind, werden das Licht der Öffentlichkeit nie erblicken.

«Habe ich ein Recht darauf, dass meine Kommentare freigeschaltet werden?»

«L'essentiel» ist nicht dazu verpflichtet, eingehende Kommentare zu veröffentlichen. Ebenso haben die kommentierenden Leser keinen Anspruch darauf, dass ihre verfassten Beiträge auf der Seite erscheinen.

Haben Sie allgemeine Fragen zur Kommentarfunktion?

Schreiben Sie an feedback@lessentiel.lu
Hinweis: Wir beantworten keine Fragen, die sich auf einzelne Kommentare beziehen.

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Valchen am 23.10.2021 04:22 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Langzeitwirkung: Kiemen! ;—))

  • JP am 22.10.2021 14:48 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    wenn es abgebaut wird, bleibt kein co2 gebunden, bleiben wir mal auf dem teppich...

    einklappen einklappen

Die neusten Leser-Kommentare

  • Valchen am 23.10.2021 04:22 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Langzeitwirkung: Kiemen! ;—))

  • JP am 22.10.2021 14:48 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    wenn es abgebaut wird, bleibt kein co2 gebunden, bleiben wir mal auf dem teppich...

    • DKPa am 22.10.2021 15:01 Report Diesen Beitrag melden

      'Marin abbaubar' , heisst wohl: Nach Gebrauch als Fischfutter ins Meer werfen. Sind ja nur Algen mit Lockmittel.

    einklappen einklappen