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31. Oktober 2017 07:23; Akt: 31.10.2017 07:26 Print

Dieser Vergnügungspark ist ein Albtraum

Das Takakanonuma Greenland in Japan war nur kurz in Betrieb. Seit fast 20 Jahren verrottet der schaurige Vergnügungspark.

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Es gibt wenig aktuelle Informationen über den Takakanonuma- Greenland-Vergnügungspark und kaum aktuelle Fotos. Der riesige Park stammt aus den Siebzigern, ist heute aber komplett von einem Wald überwachsen.

Abgelegen und vergessen

Zwar liegt Takakanonuma Greenland nur gerade 250 Kilometer nördlich von Tokio, trotzdem ist er kaum zu finden: Er ist auf den meisten Karten (zum Beispiel bei Google Maps) nicht eingetragen. Dieser Umstand facht die vielen Gerüchte um den mysteriösen Park natürlich weiter an.

Erbaut wurde er 1973, war aber nur gerade zwei Jahre in Betrieb. Der offizielle Grund für die (damals temporäre) Schließung waren diverse Reparaturen an den Bahnen und Attraktionen. Inoffiziell gibt es Geschichten von ehemaligen Mitarbeitern, die eine Reihe von Todesfällen auf dem Parkgelände verantwortlich machen.

Todesfälle oder Reparaturen?

Beide Möglichkeiten sind durchaus wahrscheinlich und hängen möglicherweise direkt zusammen: Der Park wurde innerhalb sehr kurzer Zeit aufgebaut und die Qualität der Bahnen litt unter diesem Zeitdruck. Teilstücke der Achterbahnen wurden nicht richtig zusammengesetzt und eine Skulptur stürzte während eines Parkevents von einem Sockel.

Bei diesem Unfall sollen auch eine junge Mutter und ihre beiden Kinder das Leben verloren haben. Glaubt man den Gerüchten, waren sie aber nicht die Ersten: Einzelne Besucher stürzten aus Bahnen. Dieser Umstand soll von den Mitarbeitern vertuscht, die schrecklichen Unfälle als natürliche Todesfälle dargestellt worden sein.

Neueröffnung nach elf Jahren

Möglicherweise wurde der Park so lange repariert, vielleicht wollte man auch einfach warten, bis die Gerüchte über die Todesfälle aufhörten – so oder so, elf Jahre nach der Schließung wurde der Park 1986 wiedereröffnet. Diesmal mit mehr Erfolg: 13 Jahre lang zog Takakanonuma Greenland viele Besucher an. 1999 wurde er aus unbekannten Gründen erneut geschlossen.

Seit 18 Jahren rotten der Park und seine Bahnen vor sich hin und werden vom umliegenden Wald überwachsen. 2010 wurden einzelne Bahnen zerlegt, wohl um neugierige Besucher von waghalsigen Kletteraktionen abzuhalten. Erfolglos, übrigens: Gruselfans und sogenannte Urban Explorers, also Menschen, die verlassene Gebäude besuchen, treiben sich noch immer auf dem Gelände herum – und erklimmen die übrigen Bahnen.

Unheimlicher Park, mysteriöser Besitzer

Es war aber nicht nur der Park, der für viele Gerüchte sorgte, auch der Besitzer war eine schillernde Persönlichkeit: Der Engländer Adam Gerhoma zog 1963 nach Japan und eröffnete seinen ersten Park, das Takamona Funland. Es ist unklar, was in diesem Park genau vor sich ging.

Von «Erwachsenen-Unterhaltung» ist häufig die Rede, was aber nicht genauer definiert wird. Die Einwohner von Takamona möchten lieber nicht über den alten Park sprechen. «Es war komisch. Ich glaube, die haben dort auch Kinder festgehalten und schreckliche Dinge getan», sagt eine anonyme Bewohnerin gegenüber Medien. Nach nur einem Jahr wurde das Takamona Funland dem Erdboden gleich gemacht. Sieben Jahre später eröffnete Adam Gerhoma das Takakanonuma Greenland in der Nähe.

(L'essentiel/mst)

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