Verflucht

06. Mai 2018 17:16; Akt: 06.05.2018 17:23 Print

Dieses Haus wurde vom Teufel gebaut

Das Congelier Mansion ist Schauplatz diverser Tragödien, die dem Haus seinen teuflischen Spitznamen gaben: «The House the Devil Built.»

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Bei verfluchten Häusern denken die meisten an das Hotel aus «Shining», das Haus aus dem Horrorfilm «Amityville Horror» oder das Gebäude in St. Louis, das die Vorlage für «Der Exorzist» war. Aber nicht über jedes heimgesuchte Haus gibt es einen Film: Das Congelier Mansion in Pittsburgh, der westlichsten Stadt von Pennsylvania, verbreitet vor allem bei den Einheimischen Angst und Schrecken – so sehr, dass sie es «das Haus, das der Teufel baute» nennen.

Der Ursprung des Bösen

Laut der Legende wurde das Congelier Mansion in den 1860ern erbaut. Seinen Namen hat es vom ersten Besitzer: Charles Congelier lebte dort mit seiner Frau Lyda und dem Hausmädchen Essie. Und wie viele Tragödien begann auch diese mit Untreue und einem eifersüchtigen Partner.

Charles Congelier hatte eine Affäre mit Essie. Als Lyda die beiden eines Tages auf frischer Tat ertappte, machte sie kurzen Prozess: Mit einem Fleischermesser tötete sie ihren Mann und seine Geliebte. Angeblich fanden die Nachbarn sie einige Tage später, wie sie entspannt in einem Schaukelstuhl sass – den abgetrennten Kopf von Hausmädchen Essie im Schoss.

Der deutsche Doktor

Nach diesen grässlichen Morden stand das Haus eine Weile leer, bis es ein Eisenbahnunternehmen als Unterkunft für seine Arbeiter kaufte. Nur: Die Arbeiter beschwerten sich bald über komische Geräusche und unerklärliche Vorkommnisse. Das Unternehmen verkaufte das Haus wieder. 1900 kaufte es Adolph C. Brunrichter, ein deutscher Arzt.

Brunrichter wurde als zurückgezogen beschrieben, ein Mann, der selten das Haus verließ. In der Nacht des 12. August 1901 meldeten diverse Nachbarn, Frauenschreie aus dem Congelier Mansion gehört zu haben. Die Polizei machte vor Ort einen grässlichen Fund.

Ein bisschen wie Frankenstein

Die Polizei fand den leblosen Körper einer Frau – ohne Kopf. Im Keller stießen die Beamten auf eine Art Labor, in dem sich diverse weitere Körperteile und abgetrennte Köpfe fanden. Laut seinen Unterlagen versuchte der Doktor, abgetrennte Köpfe am Leben zu halten. Von ihm fehlte indes jede Spur.

Angeblich wurde 30 Jahre später in New York ein Mann festgenommen, der betrunken behauptete, solche Experimente in Pittsburgh gemacht zu haben. Es gab allerdings keine Beweise für seine Behauptung, der verschwundene Doktor zu sein, und so ließ die Polizei ihn gehen. Der Doktor oder sein Doppelgänger tauchten danach nie wieder auf.

Von Edison besucht

Die unheimlichen Geschichten sprachen sich schnell herum und lockten Geisterjäger und -fans gleichermassen an. Angeblich gehörte zu diesen Geisterjägern auch kein anderer als Thomas Edison, Erfinder der Glühbirne. Gemeinsam mit Julia Murray, einem Medium, begegnete er im Haus laut lokaler Legende einem bösartigen Geist.

Danach stand das Haus erneut leer, bis es von einem Gasunternehmen gekauft wurde – wieder als Unterkunft für Mitarbeiter. Und wieder beschwerten sich die Mitarbeiter nach kürzester Zeit über Stimmen und andere unerklärliche Geräusche. Nachdem zwei Arbeiter tot im Keller des Hauses gefunden worden waren, flohen die anderen. Das Haus stand, schon wieder, leer.

Verhängnisvolle Explosion

Im November 1927 explodierte der damals größte Gasometer der Welt (140.000 Kubikmeter) in Pittsburgh. Die genaue Ursache ist bis heute unbekannt, die Explosion tötete 27 Menschen und verletzte über 500. Die Häuser im Umkreis von einem Kilometer wurden zerstört, darunter auch das Congelier Mansion.

Und obwohl das Haus weg war, meldeten Einheimische weiterhin unerklärliche Vorkommnisse von den Ruinen. Die Legende besagt, dass der Teufel für die Gasexplosion verantwortlich war, weil er die Gegend «säubern» wollte.

(L'essentiel/Meret Steiger)

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  • fake news am 07.05.2018 16:25 Report Diesen Beitrag melden

    n'importe quoi...

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