«Ocean Cleanup»

03. Oktober 2019 08:54; Akt: 03.10.2019 09:06 Print

Erster Plastikmüll im Pazifik eingesammelt

Technische Probleme hatten den Plastikmüll-Fänger zum Jahreswechsel lahmgelegt. Nun vermeldet die Organisation «The Ocean Cleanup» erste Erfolge beim Müllsammeln im Meer.

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Nach einer einjährigen Testphase hat der Plastikmüll-Fänger der Organisation «The Ocean Cleanup» nun im Pazifik erste Erfolge erzielt. Das System treibe Plastikmüll zusammen und sammele es ein, teilte der Initiator und Leiter der Organisation, der Niederlände Boyan Slat, am Mittwoch in Rotterdam mit. «Unser Ziel ist erreichbar.»

Das System habe Müll und industrielle Fischernetze, aber auch Mikro-Plastik eingefangen. Die technischen Probleme, die Ende vergangenen Jahres zunächst zu einem vorzeitigen Abbruch des Einsatzes geführt hatten, wurden nach Angaben der Initiatoren behoben. Das Projekt wird von Unternehmen, Universitäten und auch der niederländischen Regierung unterstützt. Ziel ist es, die Ozeane vom Plastikmüll zu säubern.

Anker soll Problem lösen

Vor etwa einem Jahr war die Anlage von San Francisco aus zum sogenannten Great Pacific Garbage Patch (dt. Großer Pazifischer Müllteppich) geschleppt worden, der zwischen Kalifornien und Hawaii gelegen ist. In diesem Strömungswirbel sollen sich nach Schätzungen von Wissenschaftlern 1,8 Billionen Plastikteile sammeln. Dann gab es einen Rückschlag: Die Anlage konnte den Müll nicht festhalten und musste Anfang dieses Jahres beschädigt wieder an Land geschleppt werden. Nun sei die Anlage mit einem See-Anker verlangsamt worden, so dass das schneller schwimmende Plastik in die Fangarme treiben könne.

Die Anlage besteht aus einer 600 Meter langen Röhre in U-Form. Daran ist ein drei Meter langer Vorhang befestigt, der den Müll in dem U festhalten soll. Das System nutzt nach Angaben der Organisation die natürlichen Kräfte des Strömungswirbels.

Die erste Phase der Aktion soll im Dezember beendet sein. Dann würde die Anlage mit dem Plastikmüll zurück gebracht werden. An Land soll der Müll dann weiter verarbeitet werden. Die Organisation will nun ein neues größeres System bauen, das den eingesammelten Müll auch für längere Zeit aufnehmen und festhalten kann.

(L'essentiel/dpa)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • mp123 am 03.10.2019 09:34 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Top daat do

  • Sauber am 04.10.2019 15:47 Report Diesen Beitrag melden

    Es ist doch nicht zu fassen: da sortiert der deutsche Trottel doppelt u. dreifach u. die Politik kann nicht dafür sorgen, dass die Wirtschaft den Müll im eigenem Land entsorgt, bzw. weiter verarbeitet . Stattdessen wird der Müll in arme Länder transferiert, die dann den Schei... im Meer entsorgen! Und Gutmenschen scheinen nicht merken zu wollen; wie sie politisch u. auch wirtschaftlich vera.... werden u. zahlen mit einer Hingabe u. sind ganz besessen davon, auch noch für das Klimamärchen zusätzlich abkassiert zu werden!!!

  • Iris Gläser am 04.10.2019 09:22 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ich wünsche dem Projekt von Herzen alles Gute! Wir alle müssen aber recyceln und möglichst von vornherein auf Plastikverpackungen verzichten (und das im Supermarkt auch einfordern!), damit gar nicht erst so viel Müll produziert wird.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Sauber am 04.10.2019 15:47 Report Diesen Beitrag melden

    Es ist doch nicht zu fassen: da sortiert der deutsche Trottel doppelt u. dreifach u. die Politik kann nicht dafür sorgen, dass die Wirtschaft den Müll im eigenem Land entsorgt, bzw. weiter verarbeitet . Stattdessen wird der Müll in arme Länder transferiert, die dann den Schei... im Meer entsorgen! Und Gutmenschen scheinen nicht merken zu wollen; wie sie politisch u. auch wirtschaftlich vera.... werden u. zahlen mit einer Hingabe u. sind ganz besessen davon, auch noch für das Klimamärchen zusätzlich abkassiert zu werden!!!

  • Iris Gläser am 04.10.2019 09:22 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ich wünsche dem Projekt von Herzen alles Gute! Wir alle müssen aber recyceln und möglichst von vornherein auf Plastikverpackungen verzichten (und das im Supermarkt auch einfordern!), damit gar nicht erst so viel Müll produziert wird.

  • och eng Wourecht am 03.10.2019 15:15 Report Diesen Beitrag melden

    et geet wann den Wellen do ass. D'Fro ass just vun wiem den Plastik all hierkennt

  • mp123 am 03.10.2019 09:34 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Top daat do