Gesund dank Rotz

28. März 2019 11:05; Akt: 28.03.2019 16:06 Print

Forscher raten dir, deine Popel zu essen

Es klingt ekelhaft, ist aber medizinisch erwiesen: Wer in der Nase bohrt und das Fundstück verspeist, tut seiner Gesundheit etwas Gutes.

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1. Woraus bestehen Popel?

Sie bestehen aus einem getrocknetem Mix aus Nasenschleim, Härchen und Staubpartikeln. Das umgangssprachlich auch als Rotz bezeichnete Sekret wird von Drüsen erzeugt und dient normalerweise dazu, die Nase zu reinigen.

2. Wie entstehen sie?

Popel entstehen, wenn die Drüsen zu viel Nasenschleim produzieren. Was nicht hochgezogen oder ausgeschnäuzt wird, fängt eingeatmeten Staub sowie Fremdkörper ein, trocknet ein und verklumpt schließlich zu Popeln. Sie sind ein Zeichen dafür, dass die Nase richtig funktioniert.

3. Warum gibt es Popel?

Ihre Aufgabe ist es, unsere Lunge zu schützen. Wenn wir einatmen, saugen wir mit der Luft viele winzige Teile wie Bakterien und Pollen ein. Würden die in die Lunge gelangen, könnten sie dort schwere Krankheiten auslösen, unter anderem Atemwegserkrankungen und Magengeschwüre.

4. Warum gilt Popelessen als gesund?

Im Rotz sind Mucine enthalten, die die Beißerchen vor Streptococcus mutans, einem säureerzeugenden Bakterium, das den Zahnschmelz zerstört, schützen.

5. Kann Popeln gefährlich werden?

Ja, denn wer popelt, kann – ebenso wie beim Ausreißen von Nasenhaaren – die empfindliche Nasenscheidewand verletzen, wodurch Bakterien wie beispielsweise Staphylokokken ungehindert in die Blutbahn gelangen. Schwere Entzündungen, Übelkeit, Durchfall und Erbrechen können die Folge sein. Zudem verlaufen gleich fünf Arterien durch die Nase. Wird beim Popeln eine davon verletzt, kommt es zu heftigem Nasenbluten. Für Menschen mit gestörter Blutgerinnung kann das lebensgefährlich sein.

(L'essentiel/fee)

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