Mini

02. April 2018 15:44; Akt: 02.04.2018 15:48 Print

Frischzellenkur und ein Union Jack für den Mini

Bevor 2019 der Mini als Stromer kommt, haben die Briten die Modellpalette frisch gemacht. Mit vielen kleinen Details.

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Bei Smart und Mini gibt es in diesem Jahr nicht viel Neues – irgendwie haben die beiden Premium-Rivalen Mercedes-Benz und BMW ihre kleinen Töchter für die großen Städte in letzter Zeit ein bisschen vernachlässigt. Zu sehr haben sie sich offenbar auf das Gerangel um den Spitzenplatz und den Weg in die Elektromobilität konzentriert, als dass dabei noch Zeit und Geld für ein paar Kleinwagen geblieben wäre, an denen ohnehin nicht viel zu verdienen ist.

Doch während es bei Smart einen neuen Namen für die Elektroversionen gibt, nutzt Mini die «Pause» wenigstens für eine gründliche Modellpflege. Bei der gibt es zwar technisch nur wenig Neues. Doch wenn in diesen Tagen das neue Modelljahr von Drei- und Fünftürer und dem Cabrios in den Handel kommen, treibt es der Lifestyle-Flitzer wieder etwas bunter, strahlt heller und lässt sich noch stärker individualisieren.

Union Jack am Heck

Zu erkennen ist die Frischzellenkur zum Frühlingsanfang vor allem an den Scheinwerfern. Denn vorne haben die LED-Strahler jetzt eine Matrix-Funktion und hinten leuchten sie wie der Union Jack und machen so keinen Hehl mehr aus der britischen Herkunft des Winzlings.

Wer genau hinschaut, der erkennt zudem ein neues, stark vereinfachtes Marken-Logo und dafür ein paar Details, die er sonst noch nie und nirgends anders entdeckt hat. Denn als erster Volumenhersteller führt Mini die maximale Individualisierung ein: Auf einer App oder im Internet kann man ein halbes Dutzend Teile von den Plaketten an der Flanke bis zur Abdeckung über dem Handschuhfach personalisieren und dem Mini so zum Beispiel einen eigenen Namen geben. Das geht allerdings nicht nur bei neuen Autos, sondern auch bei jungen Gebrauchten und wer so einen Wagen irgendwann einmal aus zweiter Hand kauft und einen anderen Geschmack hat, der kann die persönlichen teile auch wieder gegen neutrale tauschen.

Doppelkupplung als Alternative

Unter der Haube gibt es zudem neue und optimierte Motoren, die nach der Modellpflege bis zu fünf Prozent weniger verbrauchen. So fahren Mini First und Mini One nun mit einem Dreizylinder mit 1,5 Litern Hubraum, die bei unverändert 75 oder 102 PS etwas mehr Drehmoment bieten und im besten Fall (auf dem Papier) nur noch zwischen 3,8 und 5,0 Liter Benzin verbrauchen. Daneben gibt es weiterhin als Benziner den Cooper mit 136 PS und den Cooper S mit 192 PS sowie als Diesel One D, Cooper D und Cooper SD mit 95, 116 PS oder 170 PS. Neu ist allerdings die siebenstufige Doppelkupplung, die als Alternative zur Sechsgang-Handschaltung für die schwächeren Modelle angeboten wird.

Natürlich sind das keine richtig großen Neuheiten und ein bisschen muss Mini noch durch die Flaute segeln. Doch bald beginnen für die Briten wieder bewegte Zeiten. Denn im nächsten Jahr kommt das erste Elektroauto der Engländer – die Kunden können deshalb gespannt sein und die Ingenieure in Oxford stehen schon unter Strom.

(L'essentiel)

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