Vanabundos-Blog

06. März 2018 20:37; Akt: 06.03.2018 20:35 Print

Fünf Gründe, wieso wir Kolumbien lieben

Nicht zuletzt wegen Netflix hat Kolumbien ein Image-Problem. Zu Unrecht, finden unsere Blogger, die das Land seit fünf Monaten bereisen.

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«Narcos» hat einen Kolumbien-Hype ausgelöst. Gleichzeitig wird das Klischee, das Land bestehe aus nicht viel mehr als Drogen und Kriminellen, durch die Netflix-Serie gestärkt. Eine Tatsache, derer sich die Einheimischen sehr bewusst sind. Sie sprechen uns oft darauf an, laden uns zum Bier ein und bitten uns, von ihrer Gastfreundlichkeit zu berichten. Dabei müssten sie das gar nicht. Kolumbien hat sich auch so auf der Liste unserer Lieblingsländer auf den ersten Platz zu Mexiko gesellt. Warum? Darum!

Die Menschen: Es ist ein Klischee, dass auf Reisen alle Menschen so nett sind. Aber in Kolumbien sind sie wirklich besonders herzlich und aufgeschlossen. Wir können das sagen, nachdem wir seit über eineinhalb Jahren unterwegs sind. Auf unseren Fahrten in Kolumbien werden wir alle paar Minuten angehupt, weil die Menschen sich über Fahrzeuge mit fremden Nummernschildern, die ihr Land bereisen, außerordentlich freuen. Sie winken aus den Autos, zeigen Daumen hoch und sprechen uns in Staus durch das Fenster an. Wo immer wir aufkreuzen, steht bald eine interessierte Gruppe von Menschen um den Bus und fragt uns über uns und unsere Reise aus. Bei unseren zwei Pannen halfen uns fremde Menschen, ohne zu zögern. Sogar die Tankwarte wünschen uns täglich, dass Gott uns segnet.

Die Vielfalt: Man hat alle zwei Stunden das Gefühl, in einem neuen Land zu sein. Kolumbiens Natur und Landschaften sind unglaublich vielfältig und atemberaubend schön. Die Karibikküste des Nordens, die tiefgrüne Kaffeeregion, die trockenen Páramo-Ebenen mit ihren Kakti oder der Amazonas: hinter fast jeder Kurve wartet die pure Pracht.

Die Dörfer: Außergewöhnliche Schönheit findet sich auch in den Dörfern und Städtchen des Landes. Die Kolonial-Architektur ist einzigartig und sie wird glücklicherweise erhalten und gepflegt. Gerade wenn man glaubt, das schönste Dorf gefunden zu haben, findet man ein schöneres. Einige unserer Lieblingsdörfer: Barichara, Guatapé, Jardin, Filandia, Mongui, Salento und unser absoluter Favorit Villa de Leyva (wohin wir dreimal zurückgekehrt sind).

Die Städte: Cartagena, Medellín, Bogotá, Cali: Wir liebten sie alle. Und das, obwohl Stadtbesuche mit dem Camper oft etwas mühsam sind. Aber das war es absolut wert. Cartagena war wunderbar als Startpunkt in Kolumbien: Fast schon etwas zu herausgeputzt, aber lebendig – und im Getsemani-Quartier lässt es sich sehr gut länger verweilen. Bogotá macht auf den ersten Blick nicht unbedingt an: 10 Millionen Einwohner und dazu 3000 Metern über dem Meer. Doch allein schon die Dichte an Weltklasse-Museen macht Bogotá zu einer Top-Destination. In Cali lässt sich das authentische Leben in einer kolumbianischen Stadt erleben, ohne dass man vielen anderen Touristen über den Weg läuft. Und Medellín: Diese Stadt fühlt sich mit der Coolness einer Weltstadt nach ewigem Frühling an.

Die Sicherheit: Da sich einige bestimmt fragen, wie wir so verrückt sein können, Kolumbien im Camper zu bereisen, weil es doch sicher megagefährlich ist, möchte ich noch festhalten: Kolumbien gilt mittlerweile als sehr sicheres Reiseland. Wir fühlten uns überall wohl und hatten nie Probleme. Im Gegenteil.

Fast fünf Monate bereisen wir Kolumbien nun. Wir befinden uns gerade in Popayan, ziemlich weit im Süden. Ecuador ist nur noch einen Fahrtag entfernt. Doch gerade gestern haben wir entschieden, noch einmal nordwärts zu fahren. Es fühlt sich an, als wären wir noch nicht bereit, dieses wundervolle Land zu verlassen.

(L'essentiel/sei)

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