Wildbienen

10. März 2021 11:58; Akt: 10.03.2021 13:57 Print

Fünf Tipps, wie du den Bienen helfen kannst

Bald ist wieder Balkonsaison. Wir zeigen dir, was du tun kannst, damit dein Balkon oder Garten zum Bienen-Paradies wird.

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Dem kleinsten Nutztier geht es schlecht: Fiese Parasiten, der Gebrauch von Insektiziden und die Klimakrise sind unter anderem Schuld, dass der Bestand an Bienen zurückgeht. Das ist ein Problem, denn wir Menschen sind auf die fleißigen Insekten angewiesen, um nicht zu verhungern. Laut Greenpeace seien 75 Prozent der globalen Nahrungsmittelpflanzen sind von der Bestäubung, etwa durch Bienen, abhängig.

Obwohl wir mit Bienen häufig nur Honigbienen identifizieren, sind Wildbienen noch wichtiger für den Anbau unserer Früchte und Gemüse: Sie fliegen bereits im Frühling, wenn es den Honigbienen noch zu kalt und nass ist. In Luxemburg gibt es rund 350 verschiedene Wildbienenarten, denen es zunehmend schlechter geht. Aber: Du kannst etwas dagegen tun. Wir zeigen dir ein paar Tipps, mit denen du deinen Balkon oder den heimischen Garten zu einem Bienenparadies machen kannst.

1. Pflanze bienentaugliche Blumen

Der einfachste Weg, um deinen Balkon zu einer bienenfreundlichen Umgebung zu machen, sind die richtigen Blumen und Pflanzen, die den Bienen Nahrung bieten. Geranien duften zum Beispiel gut, bieten aber ähnlich wie Dahlien nur wenig Nahrung für Bienen. Welche Pflanzen besonders viele Bienchen anlocken, siehst du in der Bildstrecke oben.

2. Investiere in ein Bienenhaus

Man platziert das Bienenhäuschen auf dem Balkon oder im Garten und wartet, bis die Insekten schlüpfen. Im Herbst senden Wildbienen-Paten ihr Häuschen an das Start-up zurück, welches sie von Parasiten befreit und überwintert. Ein Bienenhotel gibt es im Baumarkt für circa 18 Euro.

Die Bienenhäuser helfen aber nicht allen Wildbienen: Viele Wildbienen nisten in der Erde oder in senkrecht stehenden Stengeln und ziehen nicht in die vertikalen Bienenhotels ein. Die Bienenhäuser müssen außerdem gut vor Nässe geschützt sein.

3. Baue selbst ein Bienen-Häuschen

Falls du eher der handwerklich begabte Typ bist, kannst du so ein Bienenhaus auch selbst bauen. Dafür brauchst du einen Rahmen oder eine Holzkiste. Dort legst du unbehandeltes Holz rein und bohrst Löcher mit einem Durchmesser von zwei bis sechs Millimetern. Wichtig: Die Löcher sollten etwa sechs Zentimeter tief sein und nicht komplett durch das Holz durchgehen. Eine Anleitung von Greenpeace findest du hier.

Bienen mögen auch hohle Pflanzenstiele, wie beispielsweise von Bambus, Schilf oder Brombeere. Die kannst du einfach zusätzlich zwischen die Hölzer klemmen. Falls es für dich ein bisschen aufwändiger sein darf, findest du hier eine Video-Anleitung für ein richtiges Bienen-Mehrfamilienhaus.

4. Verzichte auf Pestizide

Laut der Greenpeace-Studie «Bye, Bye Bienen» gibt es sieben Pestizide, die den Bienen ganz besonders schaden: Imidacloprid, Thiamethoxam, Clothianidin, Fipronil, Chlorpyrifos, Cypermethrin und Deltamethrin. Im besten Fall nutzt du für deinen (Balkon-)Garten gar keine Pestizide, die schaden nämlich nicht nur den Bienen, sondern auch vielen anderen Lebewesen.

Eine besondere Rolle beim Bienensterben spielen die Neonikotinoide. Das sind hochwirksame Nervengifte, die in der Landwirtschaft gegen Schädlinge, etwa im Raps-Anbau und Obstbau, sowie im Hobbygarten für Zierpflanzen eingesetzt werden. Die Gifte schädigen und töten aber auch Bienen, andere Insekten und sogar Vögel und Säugetiere.

5. Übernehme eine Bienenpatenschaft

Du möchtest Bienen retten, aber eigentlich lieber nicht auf deinem eigenen Balkon? Dann ist eine Bienenpatenschaft genau das richtige für dich: Verschiedenste Unternehmen suchen Patinnen oder Paten für Bienenvölker. Meist kann man den Imker und sein Volk einmal besuchen und erhält regelmäßig Honig als Dank für die Patenschaft. Das Ganze ist auch ein sinnvolles Geschenk, mit dem man lokale Imkereibetriebe fördert.

(L'essentiel/Meret Steiger)

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