Multiresistente Keime

16. Oktober 2019 15:34; Akt: 16.10.2019 15:43 Print

Füttert Hunde nicht mit Rohfleisch!

In jedem zweiten Rohfleisch-Hundefutter stecken multiresistente Keime – und damit auch in den Tieren. Auch für die Halter besteht Gefahr, sagen Forscher.

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Es klingt eigentlich nach artgerechter Ernährung: Ein Mix aus rohem Fleisch, Schlachtnebenprodukten, Knochen und etwas Obst oder Gemüse landet unter dem Namen Barf (biologically appropriate raw food) im Futternapf. Dass das Akronym zugleich der englische Begriff für Erbrechen ist, dürfte ungewollter Zufall sein – der aber treffender sein könnte, als Anhänger der Fütterungsmethode für Heimtiere vermuten.

Dass das Rohfleisch-Futter Krankheitserreger beinhalten und verbreiten könnte, wurde bereits vermutet. Nun zeigen Forschende der Universität Zürich, dass es zudem eine Quelle multiresistenter Bakterien ist, die auch für den Menschen gefährlich werden können. Davon berichten die Forschenden um Roger Stephan von der Universität Zürich im Fachblatt Royal Society Open Science.

Resistente Keime im Futter

Die Wissenschaftler untersuchten 51 Rohfleisch-Futterproben von verschiedenen Anbietern. Über die Hälfte der Proben (61 Prozent) enthielt Bakterien, die gegen Breitband-Antibiotika resistent sind.

73 Prozent der Futterproben überschritten den Richtwert für Enterobakterien. Zwei Proben enthielten Salmonellen, zwei antibiotikareistente Escherichia-coli-Bakterienstämme. Letztere trugen ein Resistenz-Gen, das sich auf andere Bakterien übertragen kann und eine Resistenz gegen das Reserveantibiotikum Colistin vermittelt.

«Dass wir bei über 60 Prozent der Proben ESBL-bildende Bakterien gefunden haben, ist wirklich erschreckend», ließ sich Studienautorin Magdalena Nüesch-Inderbinen in der Mitteilung zitieren. «Darunter waren auch einige Escherichia-coli-Typen, die bei Menschen und Tieren Infektionen auslösen können.»

Hygiene und Vorsicht nötig

Die Forschenden sehen in der Fütterungsmethode einen bedeutenden Risikofaktor für die Übertragung antibiotikaresistenter Keime. Tierbesitzer kommen zum einen bei der Zubereitung des Futters mit den Bakterien in Berührung. Zum anderen ist die Übertragung auch durch engen Kontakt zwischen Haustier und Menschen im gleichen Haushalt möglich.

Die Wissenschaftler plädieren daher für strikte Hygiene bei der Zubereitung des Futters. «Die Tierhalter sollten sich des Risikos bewusst sein, dass ihr Tier vielleicht multiresistente Bakterien in sich trägt und diese verbreiten kann», so Nüesch-Inderbinen. In einer früheren Studie hatten die Forschenden bereits festgestellt, dass Bakterienstämme, die gegen Breitband-Antibiotika immun sind, bei Hunden und Katzen weit verbreitet sind.

(L'essentiel/fee/sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Und nun ? am 17.10.2019 09:32 Report Diesen Beitrag melden

    Mein Hund kauft beim gleichen Metzger wie ich.

  • dusninja am 16.10.2019 17:20 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Artikel gesponsort von Nestlé. Die haben auch das Ammenmärchen mit den 2l Wasser täglich in die Welt gesetzt.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Und nun ? am 17.10.2019 09:32 Report Diesen Beitrag melden

    Mein Hund kauft beim gleichen Metzger wie ich.

  • dusninja am 16.10.2019 17:20 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Artikel gesponsort von Nestlé. Die haben auch das Ammenmärchen mit den 2l Wasser täglich in die Welt gesetzt.

    • Nina am 17.10.2019 09:30 Report Diesen Beitrag melden

      Oder von Mars Petcare ? (Pedigree, Whiskas, Sheba, Kitekat, Frolic, Cesar, Chappi, Perfect Fit, Catsan, Trill etc)

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