Gran Canaria

24. Oktober 2018 11:14; Akt: 24.10.2018 11:17 Print

Gran Canaria abseits der ausgetretenen Pfade

Geschichte und Natur statt Liegestühle und deutsche Speisekarten: Auf einer Wanderung erlebt man Gran Canaria von einer anderen Seite.

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Maspalomas, Playa del Inglés, Playa de las Burras: Die Sandstrände im Süden von Gran Canaria sind ein beliebtes Ziel für Badeferien, doch bei weitem nicht alles, was die drittgrößte kanarische Insel zu bieten hat. Schon mal daran gedacht, auf Gran Canaria wandern zu gehen? Eine Möglichkeit dazu bietet der Roque Bentayga im Herzen der vulkanischen Insel. Er ist einer der markantesten Steinmonolithen Gran Canarias und liegt auf etwa 1400 Metern über Meer. Die Wanderung beginnt beim Besucherzentrum unter dem Felsen und dauert circa eine halbe Stunde.

Unterwegs kommt man immer wieder an Höhlen vorbei, manche von Menschen gemacht, andere natürlichen Ursprungs. Insgesamt sind es über 100 an der Zahl. Sie dienten den Guanchen, den Ureinwohnern der Kanarischen Inseln, als Rückzugsort und Festung. 1483 fand am Roque Bentayga die Schlacht gegen die eindringenden Spanier statt. Zuoberst bieten die Höhlen dann einen Unterschlupf, wo man sich im Schatten erholen kann. Die Aussicht ist atemberaubend, besonders zur Nordseite, wo man auf das Bergdorf Tejeda blicken kann.

Die Aussicht vom Roque Bentayga ist verblüffend. (Video: lad)

Wenn man die Aussicht genießen will, bietet sich noch ein weiterer Ort im Zentrum der Insel an: die Felsgruppe Fortaleza. Sie ist eine der bedeutendsten Fundstätten von Gran Canaria und besteht aus drei Felsen. Der größte davon ist der Fortaleza Grande, der eigentlich eher ein Felsentunnel als ein Gipfel ist. Die Wanderung zum Tunnel dauert höchstens zehn Minuten. Von da aus kann man rund um die Felsgruppe herumwandern. Zudem lohnt sich ein Besuch des Interpretationszentrums der archäologischen Fundstätte.

Sahara und alte Kleider

Wer doch wieder lieber in Richtung Strand geht, diesen aber mal auf eine andere Art und Weise sehen möchte, dem empfiehlt sich ein Ausflug zu den berühmten Dünen von Maspalomas. Der Sand glänzt goldig und es kommt das Gefühl auf, mitten in der nahe gelegenen Wüste Sahara zu spazieren.

Nach einem aktiven Tag sollte man unbedingt einige der einheimischen Köstlichkeiten probieren. Eines dieser Gerichte klingt allerdings zunächst sehr merkwürdig, denn auf dem Teller befinden sich «alte Kleider». Der spanische Eintopf Ropa Vieja ist eines der berühmtesten Gerichte der Insel und enthält unter anderem Siedfleisch, Kichererbsen und Gemüse. Wer gern selber kocht, findet die Zutaten auf dem Mercado de Vegueta in der Hauptstadt Las Palmas.

Gran Canaria – die großen Hunde

Ganz in der Nähe des Marktes befindet sich die Plaza de Santa Ana, der zentrale Platz in der Altstadt von Las Palmas. Bewacht werden dieser und die Kathedrale dahinter von acht Bronzehunden. Diese sollen an die sagenumwobenen großen Hunde von Gran Canaria und den möglichen Ursprung der Bezeichnung der kanarischen Inseln erinnern (canis ist das lateinische Wort für Hund).

(L'essentiel)

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