Ernährung

04. April 2019 13:40; Akt: 04.04.2019 15:27 Print

Jeder Fünfte stirbt, weil er falsch isst

Die Ernährung ist weltweit für mehr Todesfälle verantwortlich als jeder andere Risikofaktor. Die Luxemburger essen besser als die Deutschen, aber schlechter als die Franzosen.

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Etwa 20 Prozent der weltweiten Todesfälle lassen sich statistisch mit den Folgen schlechter oder falscher Ernährung in Verbindung bringen. Das sind pro Jahr rund elf Millionen Todesfälle. Dies ergibt sich aus einer neuen statistischen Studie, die in der britischen Fachzeitschrift «The Lancet» publiziert worden ist. Auch Luxemburg ist in der Studie vertreten – das Ergebnis ist nicht besorgniserregend, könnte aber besser sein.

Luxemburg hinter Frankreich, vor Deutschland

Das Land mit den wenigsten ernährungsbedingten Todesfällen war im Jahr 2017 Israel mit 88,9 pro 100.000 Einwohner. Dann folgte Frankreich mit 89,1 Todesfällen pro 100.000. Spanien, Japan und Andorra waren ebenfalls unter den Besten. Luxemburg liegt mit 113,2 Todesfällen pro 100.000 Einwohnern im oberen Mittelfeld. Es steht hinter Italien (107,7 pro 100.000), aber vor Österreich (142,1 pro 100.000) und Deutschland (162,0 pro 100.000).

Teils über 40 Prozent der Todesfälle

Am schlechtesten schnitten Länder wie Usbekistan (891,8 Todesfälle durch ernährungsbedingte Erkrankungen pro 100.000 Einwohner) und das seit Jahrzehnten vom Krieg heimgesuchte Afghanistan (750,5 pro 100.000) ab. In den USA sind es 170,7 Todesfälle pro 100.000 Einwohner durch derartige Erkrankungen. China lag mit 350,2 ernährungsbedingten Todesfällen pro 100.000 Menschen auf Rang 140 von 195 Staaten. International schwankten diese Raten um das Zehnfache.

In Usbekistan betrug 2017 der Anteil der ernährungsbedingten Todesfälle an der Gesamtmortalität 43,7 Prozent. In Israel waren es 12,4 Prozent, Frankreich lag mit 12,7 Prozent ebenfalls sehr gut. Die USA schnitten mit 17,7 Prozent schlechter ab als beispielsweise Großbritannien (15 Prozent). Deutschland und Österreich lagen auf ähnlichem Niveau (18,5 beziehungsweise 18 Prozent).

Was steckt dahinter?

Laut der neuen Studie verursachte ein Mangel an Vollkornprodukten, Obst, Nüssen und Samen 2017 mehr Todesfälle als Ernährungsformen mit einem hohen Anteil an Transfetten, gezuckerten Getränken, rotem Fleisch und verarbeiteten Nahrungsmitteln, wie das Fachblatt mitteilte.

Studienautor Christopher Murray, Chef des Instituts für Gesundheitsstatistik der Universität von Washington, fügte hinzu: «Diese Untersuchung bekräftigt, was wir seit vielen Jahren gedacht haben: Eine schlechte Ernährung ist für mehr Todesfälle verantwortlich als jeder andere Risikofaktor.»

Allerdings – so der US-Wissenschaftler – sei die Angelegenheit zwiespältig: «Während Salz, Zucker und Fette in den vergangenen 20 Jahren im Mittelpunkt der gesundheitspolitischen Debatte standen, deutet unsere Abschätzung darauf hin, dass die größten ernährungsbedingten Risikofaktoren sowohl eine hohe Salzaufnahme als auch ein Mangel an Konsum gesunder Nahrungsmitteln wie Vollkornprodukte, Nüsse, Samen und Gemüse sind.»

(L'essentiel/jcg/sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Niemand am 04.04.2019 19:11 Report Diesen Beitrag melden

    Nicht so schlimm, die Welt ist eh überbevölkert.

  • Mr Crabs. am 05.04.2019 10:46 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    haut as et d iessen, muer eröm zigaretten.

  • Pittis Aufsatz am 05.04.2019 09:45 Report Diesen Beitrag melden

    "Jeder Fünfte stirbt, weil er falsch isst" Wat e blöden Titel! Dat heescht nämlech, dass di aner 4 stierwen, well se richteg iessen

Die neusten Leser-Kommentare

  • Mr Crabs. am 05.04.2019 10:46 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    haut as et d iessen, muer eröm zigaretten.

  • Pittis Aufsatz am 05.04.2019 09:45 Report Diesen Beitrag melden

    "Jeder Fünfte stirbt, weil er falsch isst" Wat e blöden Titel! Dat heescht nämlech, dass di aner 4 stierwen, well se richteg iessen

  • and_schar am 04.04.2019 23:12 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    @Niemand wirklech domm geschriwwen

    • Niemand am 05.04.2019 17:26 Report Diesen Beitrag melden

      Géi du mol weider schlofen. Gudd nuecht . . .

    einklappen einklappen
  • Niemand am 04.04.2019 19:11 Report Diesen Beitrag melden

    Nicht so schlimm, die Welt ist eh überbevölkert.