Neue Metastudie

14. Januar 2021 20:46; Akt: 14.01.2021 20:46 Print

Kaffee könnte vor Prostatakrebs schützen

Eine neue Metastudie aus China behauptet, dass jede zusätzliche Tasse Kaffee pro Tag das Risiko, an Prostatakrebs zu erkranken, um ein Prozent senkt.

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Dass Kaffee aus medizinischer Sicht vielerlei positive Effekte hat, ist bereits bekannt. So hat der Konsum des Getränks beispielsweise eine gute Wirkung auf das Herz und die Gefäße und beugt Diabetes vor. Außerdem erkranken Kaffee-Trinker weniger oft an Leber-, Darm- oder Brustkrebs. Nun hat sich ein Forschungsteam der Medizinischen Universität Shenyang in China um Xiaonan Chen die Frage gestellt, ob dies auch auf das Risiko, an Prostatakrebs zu erkranken, zutrifft.

Zu diesem Zweck haben sie die Daten aus 16 verschiedenen Studien zusammengefasst und ausgewertet. An den Studien haben insgesamt mehr als eine Million Menschen teilgenommen. 57.732 davon erkrankten an Prostatakrebs, wie Sciencexx.de beschreibt.

Neun Prozent geringeres Risiko

Die meisten dieser Studien hatten sich damit befasst, wie sich verschieden hoher Kaffee-Konsum auf das Risiko, an Prostatakrebs zu erkranken, auswirkt. Dabei galten zwei oder weniger Tassen Kaffee pro Tag als geringer und zwei bis neun Tassen als hoher Kaffee-Konsum.

In der Auswertung zeigte sich: Ein hoher Kaffee-Konsum ist signifikant mit einem verringerten Risiko für Prostatakrebs bei Männern verknüpft. Tatsächlich soll das Risiko, an dieser Art von Krebs zu erkranken, bis zu neun Prozent geringer sein, wenn man viel Kaffee trinkt. Dabei soll jede zusätzlich getrunkene Tasse Kaffee am Tag das relative Risiko um rund ein Prozent verringern.

Uneinige Studien

Wie zuverlässig die Aussagen dieser Metastudie sind, ist jedoch unklar. Denn die 16 Studien, die zusammengenommen wurden, haben jeweils sehr widersprüchliche Ergebnisse publiziert. So kommen einige der Forschenden sogar zum Schluss, dass der Kaffee-Konsum das Risiko, an Prostatakrebs zu erkranken, erhöht und nicht etwa verringert. Außerdem unterscheiden sich die untersuchten Studien darin, welche Art von Kaffee verwendet wurde, wie dieser zubereitet wurde und was genau als «eine Tasse Kaffee» galt.

Laut den Forschenden gibt es aber durchaus plausible Erklärungen, weshalb das Trinken von Kaffee vorbeugend wirken könnte. So verbessert Kaffee den Glukosestoffwechsel, hat entzündungshemmende und antioxidative Wirkungen und beeinflusst den Sexualhormonspiegel. All das könnte tatsächlich dazu beitragen, dass das Risiko, an Prostatakrebs zu erkranken, verringert wird.

(L'essentiel/Dominique Zeier)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • jimbo am 14.01.2021 21:30 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Fuercher hunn erausfonnt, sinn duerno awer erem eragangen!

Die neusten Leser-Kommentare

  • jimbo am 14.01.2021 21:30 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Fuercher hunn erausfonnt, sinn duerno awer erem eragangen!