Hygiene-Tipps

20. Februar 2017 16:41; Akt: 20.02.2017 16:46 Print

Kücheputzen für Faule

Glänzen und blinken muss es gar nicht: Die meisten Leute putzen ihre Küche nicht zu wenig, sondern falsch.

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«Manchmal wundere ich mich schon, was Leute als sauber empfinden, wenn ich in fremden Wohnungen die Küche sehe», sagt ein Bekannter ziemlich oft. Oberflächlich glänze und blinke es, aber beim genauen Hinschauen grusle es ihn öfter. Das mag Ausdruck berufsbedingter Paranoia sein – der Bekannte ist Koch. Doch er hat recht.

Profiköche wissen, wo die meisten Keime sitzen. Dass sich in einem Spülschwämmchen 3000-mal mehr davon finden als auf der Klobrille und immer noch 800-mal mehr als im Mülleimer zum Beispiel. Das liegt unter anderem an der großen Oberfläche. In dem kleinen Schwamm sind ganze Hallen versteckt, in die sich kleine Speisereste verirren. Gemütlich für Bakterien ist es auch auf Spülbürste und Geschirrtuch. Der Spitzenreiter unter den Keimschleudern ist der Wischmopp.

Ab in die Waschmaschine: Wischmopp und Spülschwamm

Zum Putzteufel werden muss deshalb aber niemand. Was für das Geschirrtuch selbstverständlich ist, gilt auch für Wischmopp und Spülschwämmchen: Beide lassen sich einfach entvölkern, indem man sie jede Woche in der Waschmaschine wäscht. Bei 60 Grad und mehr gehen die meisten Keime kaputt. Das Spülschwämmchen kann man dazu in einen Wäschebeutel stecken, damit die raue Seite die Wäsche nicht beschädigt.

Nicht nur gut für die Umwelt: Lappen statt Schwämmchen

Für die meisten Oberflächen ist sie ohnehin zu aggressiv. Lappen sind weicher und trocknen schneller als Schwämme. Die feuchten «Reservate» im Inneren gibt es auch nicht. Keime können sich so weniger gut vermehren. Wer statt eines Schwämmchens zum Spülen einen Lappen benutzt, verursacht noch dazu weniger Kunststoffmüll.

Abzugshaube, Spülbürste und Schneidebretter

In den meisten Haushalten ungestört sind Keime in der Abzugshaube. Wenn sie einen Aktivkohlefilter hat, sollte man ihn mehrmals pro Jahr austauschen. Noch besser ist ein Metallfilter, der einfach jeden Monat in der Spülmaschine landet. Eine regelmäßige heiße Dusche tut auch der Spülbürste gut, genauso wie Schneidebrettern aus Kunststoff, auf denen sich nach einiger Zeit schon ein halbes Bergmassiv eingekerbt hat.

Oder einfach frische Luft

Wer Holzbrettchen hat oder mit der Hand spült, darf ohne schlechtes Gewissen faul sein: Geschirr an der Luft trocknen zu lassen ist hygienischer, als es mit einem Geschirrtuch abzutrocknen. Keime, die sich auf dem Tuch befinden, werden nicht weiter verteilt. Viel sinnvoller ist es, in der gesparten Zeit das Spülbecken zu säubern, dort halten sich die unerwünschten Gäste nämlich gerne auf.

Schrubben statt Chemie

Nur beim Kühlschrank hilft Faulheit nicht. Einmal im Monat ausräumen, putzen und alles Abgelaufene wegwerfen ist Pflicht. Scharfe Reinigungs- und Desinfektionsmittel sind in einer privaten Küche nebenbei Blödsinn: Was Pilze und Bakterien tötet, ist meist auch für Menschen giftig. Die Bio-Variante putzt meist genauso sauber.

Umsonst sorgen sich Köchinnen und Köche übrigens wegen Topfpflanzen in der Küche: Die sind etwa genauso keimbelastet wie ungewaschenes Gemüse.

(L'essentiel)

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