Wim-Hof-Methode

21. März 2018 07:47; Akt: 21.03.2018 07:46 Print

Mach es wie der Iceman und du frierst nie wieder

Eisbäder und halbnackte Wettrennen am Polarkreis machen Wim Hof nichts aus. Wie macht er das bloß?

Bildstrecke im Grossformat »

Zum Thema

80 Minuten in einem Eisbad sitzen – und das so gut wie nackt? Für Wim Hof kein Problem. Nur mit Mütze und Shorts bekleidet einen Halbmarathon nördlich des Polarkreises laufen? Auch das hat der Niederländer schon hinter sich, genauso wie viele andere Aktionen, die zeigen: Kälte macht dem 58-Jährigen nichts aus.

Weil das auch gerne andere Menschen von sich behaupten würden, versuchen Forscher schon länger, Hofs Geheimnis auf die Spur zu kommen. Doch erst jetzt sind ihm Forscher der Wayne State University in Detroit auf die Schliche gekommen – mithilfe verschiedener bildgebender Verfahren.

Gedankenkraft lässt Kälte vergessen

Während der Scans trug Hof jeweils einen regulierenden Kälteanzug und wandte seine sogenannte Wim-Hof-Methode an, eine Kombination aus Atem- und Meditationstechniken (siehe Box), die es ihm laut eigener Aussage möglich macht, eisige Temperaturen zu überstehen.

Der Vergleich mit Probanden zeigte, dass der Iceman, wie die internationale Presse Hof nennt, keine körperlichen Besonderheiten aufweist, sondern zwei Tricks anwendet, um nicht zu frieren, wie das Team um Mediziner Otto Muzik im Fachjournal «Neurolmage» heißt.

Zwei Tricks, ein Resultat

Der Niederländer ist offenbar in der Lage, die Nervenfasern in seinem Körper so anzusteuern, dass die Muskeln im Rumpf aktiv werden, so die Forscher weiter. Dadurch würde ihm wärmer.

Zudem zeigte sich, dass bei dem 58-Jährigen die Region im Gehirn weniger aktiv ist, die für die Verarbeitung des unangenehmen Kältegefühls zuständig ist. Die Hirnregion, die für das Unterdrücken von Schmerzen verantwortlich ist, sei dagegen stärker aktiviert.

Kein Unikum

Offenbar kann Hof das bewusst steuern und so in seinem Körper sogenannte neuromodulatorische Substanzen aktivieren, die ihn die Kälte besser ertragen lassen, so das Fazit von Muzik und seinen Kollegen.

Das bedeutet im Umkehrschluss: An Hofs Technik ist etwas dran. Und das wiederum heißt: Jeder sollte sie erlernen können – so wie dies offensichtlich auch die Freediverin Ai Futaki getan hat:

(L'essentiel/fee)

Fragen und Antworten rund um die Kommentar-Funktion
«Warum dauert es manchmal so lange, bis mein Kommentar sichtbar wird?»

Unsere Leser kommentieren fleißig – Tag für Tag gehen Hunderte Meinungen zu allen möglichen Themen ein. Da die Verantwortung für alle Inhalte auf der Website bei der Redaktion liegt, werden die Beiträge vorab gesichtet. Das dauert manchmal eben einige Zeit.

«Warum wurde mein Kommentar gelöscht?»

Womöglich wurde der Beitrag in einer Fremdsprache verfasst. Wir geben nur Kommentare in den Landessprachen Luxemburgisch, Deutsch und Französisch frei. Beiträge, die Beleidigungen, Verleumdungen oder Diffamierungen enthalten, werden sofort gelöscht. Auch Kommentare, die aufgrund mangelnder Orthografie quasi unlesbar oder in Versalien geschrieben sind, werden das Licht der Öffentlichkeit nie erblicken.

«Habe ich ein Recht darauf, dass meine Kommentare freigeschaltet werden?»

«L'essentiel» ist nicht dazu verpflichtet, eingehende Kommentare zu veröffentlichen. Ebenso haben die kommentierenden Leser keinen Anspruch darauf, dass ihre verfassten Beiträge auf der Seite erscheinen.

Haben Sie allgemeine Fragen zur Kommentarfunktion?

Schreiben Sie an feedback@lessentiel.lu
Hinweis: Wir beantworten keine Fragen, die sich auf einzelne Kommentare beziehen.