Gefährliches Naschen

27. September 2020 15:28; Akt: 27.09.2020 15:27 Print

Mann isst drei Wochen lang Lakritz und stirbt

Ein 54-jähriger Mann aus den USA soll über drei Wochen lang täglich 1,5 Packungen Lakritz gegessen haben. Jetzt ist er tot.

storybild

Der Mann starb an Lakritz (Bild: Glomex)

Zum Thema
Fehler gesehen?

Entweder man hasst es oder man liebt es: Lakritz! Bei einem Mann aus den USA war offenbar Letzteres der Fall. Medienberichten zufolge soll der 54-Jährigen nämlich über drei Wochen lang 1,5 Packungen gegessen haben - und zwar jeden Tag. Doch der Mann starb.

In der Zeitschrift New England Journal of Medicine gibt es eine Falluntersuchung zu dem Todesfall. Der Kardiologe Neel Butala und sein Team vom Maßachusetts General HoKrankenhaus kommen zu dem Schluss, das Glycyrrhizin den Verstorbenen sein Leben kostete.

Der Wirkstoff sorgt für eine erhöhte Ausschüttung des Stresshormons Cortisol, das, «Bluthochdruck, Kaliummangel, metabolische Alkalose, tödliche Herzrhythmusstörungen und Nierenversagen verursachen kann». Bei Alkalose handelt es sich um einen erhöhten PH-Wert im Blut.

So viel Lakritz darf man täglich essen

Der Verstorbene hatte zwar einen ungesunden Lebensstil, aß viel Fast-Food, rauchte und war mit Hepatitis C infiziert, doch auch Lakritz-Fans unter gesunden Menschen sollten die Gefahr der Süßigkeit nicht unterschätzen. «Selbst eine kleine Menge Lakritz, die man isst, kann den Blutdruck ein bisschen erhöhen», erklärt Butala im New England Journal of Medicine.

Doch wie viel Lakritz kann man denn nun ohne Bedenken essen? Das Bundesinstitut für Risikobewertung empfiehlt, nicht mehr als 100 Milligramm Glycyrrhizin pro Tag zu verzehren. Man sollte also weniger als 50 Gramm Erwachsenenlakritz essen oder weniger als 100 Gramm Kinderlakritz pro Tag naschen.

(L'essentiel/wil)

Fragen und Antworten rund um die Kommentar-Funktion
«Warum dauert es manchmal so lange, bis mein Kommentar sichtbar wird?»

Unsere Leser kommentieren fleißig – Tag für Tag gehen Hunderte Meinungen zu allen möglichen Themen ein. Da die Verantwortung für alle Inhalte auf der Website bei der Redaktion liegt, werden die Beiträge vorab gesichtet. Das dauert manchmal eben einige Zeit.

«Warum wurde mein Kommentar gelöscht?»

Womöglich wurde der Beitrag in einer Fremdsprache verfasst. Wir geben nur Kommentare in den Landessprachen Luxemburgisch, Deutsch und Französisch frei. Beiträge, die Beleidigungen, Verleumdungen oder Diffamierungen enthalten, werden sofort gelöscht. Auch Kommentare, die aufgrund mangelnder Orthografie quasi unlesbar oder in Versalien geschrieben sind, werden das Licht der Öffentlichkeit nie erblicken.

«Habe ich ein Recht darauf, dass meine Kommentare freigeschaltet werden?»

«L'essentiel» ist nicht dazu verpflichtet, eingehende Kommentare zu veröffentlichen. Ebenso haben die kommentierenden Leser keinen Anspruch darauf, dass ihre verfassten Beiträge auf der Seite erscheinen.

Haben Sie allgemeine Fragen zur Kommentarfunktion?

Schreiben Sie an feedback@lessentiel.lu
Hinweis: Wir beantworten keine Fragen, die sich auf einzelne Kommentare beziehen.

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Es stand Nichts auf der Packung am 28.09.2020 09:07 Report Diesen Beitrag melden

    Na dann steht schon die nächste Prozesswelle wegen Schadensersatzes in den USA an.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Es stand Nichts auf der Packung am 28.09.2020 09:07 Report Diesen Beitrag melden

    Na dann steht schon die nächste Prozesswelle wegen Schadensersatzes in den USA an.