Weltweiter Test

22. Dezember 2017 07:09; Akt: 22.12.2017 14:19 Print

Männer könnten bald mit Hormongel verhüten

Neben Kondom und Unterbindung könnten Männer ohne Kinderwunsch bald ein weitere unkomplizierte Methode zur Verhütung erhalten.

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Im nächstens April beginnt das US-Gesundheitsministerium mit einem groß angelegten klinischen Test eines neuartigen Verhütungsgels. Es soll geprüft werden, ob das hormonelle Gel, das auf die Haut aufgetragen wird, eine sichere Methode zur Empfängnisverhütung darstellt.

Im Jahr 2012 konnten die Forscher bereits nachweisen, dass durch die Kombination von zwei Gels die Spermienzahl auf weniger als 1 Million pro Milliliter reduziert wird. Das ist deutlich weniger als die übliche Zahl von 15 bis 200 Millionen pro Milliliter und reicht, um eine Fortpflanzung zu verhindern. Inzwischen ist es den Forschern gelungen, die beiden Gels zu kombinieren, was die Anwendung deutlich vereinfacht.

Test mit Hunderten Paaren

Das Gel enthält das synthetische Schwangerschafthormon Nestoron und Testosteron. Das Nestoron senkt den Testosteronspiegel in den Hoden so weit ab, dass die Spermaproduktion gehemmt wird. Das Testosteron im Gel sorgt dagegen dafür, dass der Testosteronspiegel in anderen Bereichen des Körpers im Gleichgewicht bleibt. Pro Tag muss eine Menge aufgetragen werden, die etwa einem halben Teelöffel entspricht. Das kann am Oberarm oder im Schulterbereich erfolgen. Die Wirkung hält rund 72 Stunden an, sodass ein einmaliges Vergessen keine Folgen haben sollte.

Der Test wird mit über 400 Paaren in den USA, Chile, Großbritannien, Italien, Schweden und Kenia durchgeführt. Zuerst wird während vier Monaten überprüft, ob die Anzahl Spermien tatsächlich wie gewünscht abnimmt. Anschließend dürfen die Paare während eines Jahres nur noch mir dem Gel verhüten.

Die beteiligten Forscher sind überzeugt, dass sich das neue Verhütungsmittel bewähren wird. «Ich bin sehr zuversichtlich, wenn Männer das Gel jeden Tag korrekt anwenden, wird es sehr effektiv sein», sagte Stephanie Page, eine der beteiligten Forscherinnen zum «MIT Technology Review».

(L'essentiel/jcg)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Voilà am 22.12.2017 11:07 Report Diesen Beitrag melden

    Faut se le mettre où?

  • trop drôle am 22.12.2017 12:06 Report Diesen Beitrag melden

    Non merci... Il n'y a pas assez de pollution dans l'air, de produits chimique dans l'alimentation, usw... pour qu'en plus on en rajoute. C'est déjà bien assez ridicule de se mettre un "sachet en plastique" sur le sexe, non?

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Die neusten Leser-Kommentare

  • trop drôle am 22.12.2017 12:06 Report Diesen Beitrag melden

    Non merci... Il n'y a pas assez de pollution dans l'air, de produits chimique dans l'alimentation, usw... pour qu'en plus on en rajoute. C'est déjà bien assez ridicule de se mettre un "sachet en plastique" sur le sexe, non?

    • Klot am 23.12.2017 14:42 Report Diesen Beitrag melden

      Ouais, mieux vaut que la femme avale des hormones alors ou quoi?

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  • Voilà am 22.12.2017 11:07 Report Diesen Beitrag melden

    Faut se le mettre où?