Ewige Jungfrauen

08. Mai 2018 19:33; Akt: 08.05.2018 19:33 Print

Millennials lassen es beim Sex langsam angehen

Die Furcht vor Intimität und der Druck von Social Media sind laut britischen Forschern schuld daran, dass heute jeder Achte mit 26 noch Jungfrau ist.

Bildstrecke im Grossformat »

Zum Thema

Mit Tinder ist ein geeigneter Sexualpartner heute oft nur einen Wisch auf dem Smartphone entfernt. Trotzdem haben es Millennials alles andere als eilig, ihre ersten sexuellen Erfahrungen zu machen. Dies legt zumindest die vom britischen Bildungsministerium initiierte Studie Next Steps nahe. Next Steps begleitet 16.000 Personen, die 1989 und 1990 geboren wurden, seit ihrem 14 Lebensjahr.

Im Zuge einer 2016 durchgeführten Befragung zeigte sich, dass eine große Zahl von Millennials auf Sex verzichtet, wie die Sunday Times berichtet. Jede achte Person gab an, dass sie noch Jungfrau ist. Das bedeutet einen starken Anstieg verglichen mit früheren Generation. Damals gab lediglich jeder Zwanzigste an, in diesem Alter noch Jungfrau gewesen zu sein.

Angst vor Blossstellung

Fachleute sehen die Ursache in einer «Kultur der Hypersexualität, die eine Furcht vor Intimität erzeugt», erklärte die Psychotherapeutin Susanna Abse der Sunday Times. «Die Frauen sind immer bereit mit schönen, fitten Körpern und die Männer haben permanente Erektionen.» Das sei entmutigend für junge Leute. Junge Männer fürchteten sich zudem vor der drohenden Erniedrigung, sollten sie diesem Ideal nicht gerecht werden. Dazu komme die Angst, auf Social Media dafür bloßgestellt zu werden.

Die Zahl der Millennials, die auf Sex verzichten, könnte sogar noch höher sein, erklärte Steve McKay von der Lincoln-Universität. Sollten jene, die den entsprechenden Punkt in der Umfrage nicht beantwortet hatten, auch Jungfrauen sein, hätte sogar jeder Sechste mit 26 Jahren noch keinen Geschlechtsverkehr gehabt.

(L'essentiel/jcg)

Fragen und Antworten rund um die Kommentar-Funktion
«Warum dauert es manchmal so lange, bis mein Kommentar sichtbar wird?»

Unsere Leser kommentieren fleißig – Tag für Tag gehen Hunderte Meinungen zu allen möglichen Themen ein. Da die Verantwortung für alle Inhalte auf der Website bei der Redaktion liegt, werden die Beiträge vorab gesichtet. Das dauert manchmal eben einige Zeit.

«Warum wurde mein Kommentar gelöscht?»

Womöglich wurde der Beitrag in einer Fremdsprache verfasst. Wir geben nur Kommentare in den Landessprachen Luxemburgisch, Deutsch und Französisch frei. Beiträge, die Beleidigungen, Verleumdungen oder Diffamierungen enthalten, werden sofort gelöscht. Auch Kommentare, die aufgrund mangelnder Orthografie quasi unlesbar oder in Versalien geschrieben sind, werden das Licht der Öffentlichkeit nie erblicken.

«Habe ich ein Recht darauf, dass meine Kommentare freigeschaltet werden?»

«L'essentiel» ist nicht dazu verpflichtet, eingehende Kommentare zu veröffentlichen. Ebenso haben die kommentierenden Leser keinen Anspruch darauf, dass ihre verfassten Beiträge auf der Seite erscheinen.

Haben Sie allgemeine Fragen zur Kommentarfunktion?

Schreiben Sie an feedback@lessentiel.lu
Hinweis: Wir beantworten keine Fragen, die sich auf einzelne Kommentare beziehen.

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Dreier am 08.05.2018 19:50 Report Diesen Beitrag melden

    Haha. Dei arme Sei. Dann haten mir "ellen" Kanner aus den 80er an 90er et dann awer mei einfach.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Dreier am 08.05.2018 19:50 Report Diesen Beitrag melden

    Haha. Dei arme Sei. Dann haten mir "ellen" Kanner aus den 80er an 90er et dann awer mei einfach.