Besser Zuhören

25. Oktober 2021 18:24; Akt: 25.10.2021 18:26 Print

Mit diesen Tipps stärkst Du deine Beziehungen

Der hektische Alltag tut unserer Gesprächskultur nicht gut. So lernst Du, dich voll auf Dein Gegenüber einzulassen.

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Kommunikatoinsprofi dank Zuhören: Wir verraten, wie es geht. (Bild: Katerina Holmes / Pexels)

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«Was hast du gesagt?» Stress und Informationsüberfluss führen häufig dazu, dass das aktive Zuhören zu kurz kommt. Oftmals sind wir nur mit einem Ohr bei einem Gespräch dabei, ziehen in unseren Köpfen schnell Schlüsse oder driften bereits zum nächsten Thema. Das ist schade, denn aktives Zuhören bringt viele Vorteile und zeigt echte Kommunikationskompetenz. Ob nun im Beruf oder im Privaten, gut zuhören ist ein wahres Wunderwerkzeug.

Willst du lernen, wie du vom simplen, passiven Hören zum aktiven Zuhören schalten kannst? Dann versuche es mit unseren Tipps.

Ablenkung vermeiden

Dazu zählt, das Smartphone beiseitezulegen oder mit dem Screen nach unten auf dem Tisch zu platzieren – so signalisiert du deinem Gegenüber, jetzt deine ganze Konzentration auf das Gespräch zu lenken. Achte beim Telefonieren darauf, in einen leeren Raum zu gehen und nicht auf einen Screen zu schauen oder sonstige Tätigkeiten nebenbei zu verrichten.

Die richtige Einstellung und Haltung

Egal ob als Teammitglied, beim Zahlen an der Kasse oder in einer Diskussion mit deiner Familie: Wir Menschen sind in ständiger Kommunikation. Werde dir dessen bewusst. Bist du deinem Gegenüber zugewandt? Hast du den Blick abgewendet oder suchst du Augenkontakt? Hast du verschränkte Arme oder eine offene Haltung? Beobachte dich und nimm kleine Veränderungen vor, die viel bewirken.

Ratschläge nur, wenn nötig

Bist du auch oft versucht, sofort deine Meinung kundzutun, Tipps zu geben oder die Aussagen deiner Kollegen und Kolleginnen mit «ahh, das kenne ich, bei mir ist es so, dass…» zu unterbrechen? Versuche, deinem Gegenüber Raum zu geben, halte auch mal Stille aus und offeriere nicht gleich deine Inputs. Oftmals wollen sich Gesprächspartner einfach ventilieren und ihre Gedanken loswerden, ohne gleich Ratschläge zu bekommen.

Rechtfertigung vermeiden

Auch gute Zuhörerinnen und Zuhörer schalten oftmals ab, sobald ihre eigenen Ideen und Überzeugungen kritisiert oder infrage gestellt werden. Wer in dieser Situation die Arme verschränkt und rechtfertigende Antworten formuliert, anstatt zuzuhören, verpasst Informationen, Einsicht und die Chance, entstehende Konflikte zu entschärfen.

Sei neugierig

Stelle dir vor, du wärst Journalistin oder Journalist. Lasse deine Gesprächspartner ausreden und hake dann nach: «Das ist interessant. Kannst du noch mehr dazu sagen?» oder «Wie hast du dich gefühlt in diesem Moment?» und «Was denkst du, was kannst du machen, um die Situation zu lösen?» Versuche deinem Gegenüber durch Fragen zu helfen, noch genauere Aussagen zu machen und so auf Einsichten zu kommen.

Extratipp zum Schluss: Hast du Angst, als aktive Zuhörerin zukünftig nicht mehr zu Wort zu kommen? Gut zuhören bedeutet nicht, geduldig endlosen Ausführungen zu folgen, ohne selbst je seine Standpunkte kundzutun. Vielmehr trägt aktives Zuhören dazu bei, dass sich die Kommunikation insgesamt verbessert – und so auch die eigenen Ideen auf offenere Ohren stoßen. Egal ob im Beruf oder privat.

(L'essentiel/Geraldine Bidermann)

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