Fasten light

04. Januar 2018 11:49; Akt: 04.01.2018 11:53 Print

Mit Intervallfasten purzeln die Feiertagspfunde

Vergessen Sie Low Carb, Kalorienzählen und Null-Diät: Der neuste Abnehmtrend heißt Intervallfasten und ist dazu noch gesund.

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Nicht nur nach den Feiertagen gilt: Wer seiner Figur, aber auch seiner Gesundheit etwas Gutes tun will, sollte ein wenig auf das Gewicht schauen (siehe Box).

Eine gute Möglichkeit stellt laut mehreren Studien das sogenannte Intervallfasten dar. Dabei verzichtet man in der Regel 12 bis 14 Stunden auf Nahrung und deckt seinen kompletten Kalorienbedarf in den restlichen acht Stunden.

Essenspausen liegen in unserer Natur

Die Idee dahinter gründet in der Urgeschichte des Menschen: Unsere frühen Vorfahren «waren praktisch ständig auf der Suche nach Essen, um zu überleben», sagt Hans Hauner, Ernährungsmediziner an der Uniklinik München, gegenüber Derstandard.at.

Wann sie das nächste Mal etwas finden würden, wussten die Urmenschen aber nicht. Demnach seien wir evolutionsbiologisch auf regelmäßige Essenspausen programmiert.

Schneller schlank und gesünder

Dass diese Art der Gewichtsreduktion gesünder und schneller zum Erfolg führt als Verzicht, belegt unter anderem eine von Forschern des kalifornischen Salk Institutes im Fachjournal «Cell Metabolism» veröffentlichte Studie an Mäusen.

Darin hatten die Wissenschaftler die tierischen Probanden fettreich ernährt. Allerdings hatte nur ein Teil von ihnen den ganzen Tag Zugang zum Futter. Die andere Gruppe kam nur während einiger Stunden in den Genuss.

Dabei zeigte sich: Jene Tiere, die ihr Futter in einem Zeitfenster von neun bis zwölf Stunden zu sich nehmen durften, blieben um einiges schlanker und waren gesundheitlich fitter als ihre Artgenossen, die die gleiche Menge Futter über einen Zeitraum von 24 Stunden verzehrten.

Die Nager-Studie zeigt: Auf die Uhr schauen wirkt schneller und besser als Kalorien zählen. (Video: Salk Institute)

Prominentes Beispiel

Dass das Intervallfasten tatsächlich zielführend ist, beweist zurzeit der deutsche Mediziner und Comedian Eckart von Hirschhausen. Er hat die Methode am eigenen Leib ausprobiert und innerhalb von drei Monaten zehn Kilogramm verloren.

Im Gesundheits-Magazin «Stern gesund leben» sagt Hirschhausen: «Jeder hat doch schon mal versucht, eine Scheibe Gurke auf drei Mahlzeiten zu verteilen. Und nachts am Kühlschrank schlug das Jo-Jo zu. Längere Pausen funktionieren viel entspannter.»

Laut Biochemiker Frank Madeo vom Institut für Molekulare Biowissenschaften an der Karl-Franzens-Universität in Graz dauert es rund zwei Wochen, bis sich der Körper an die Umstellung gewöhnt hat: «Dann ist der Hunger weg und der Körper braucht stundenlang keine Nahrung mehr.»

Worauf man beim Intervallfasten achten muss, erfahren Sie in der obigen Bildstrecke.

(L'essentiel/fee)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Monique am 05.01.2018 07:37 Report Diesen Beitrag melden

    Rechne léiert een dovun awer mengen ech net ;) (weder mat 12 + 8, nach mat 14 + 8 kommen ech op 24. Wat geschitt mat deenen aneren 2-4 Sonnen?)

Die neusten Leser-Kommentare

  • Monique am 05.01.2018 07:37 Report Diesen Beitrag melden

    Rechne léiert een dovun awer mengen ech net ;) (weder mat 12 + 8, nach mat 14 + 8 kommen ech op 24. Wat geschitt mat deenen aneren 2-4 Sonnen?)