10.000-Schritte-Mär

03. August 2018 07:37; Akt: 03.08.2018 07:51 Print

Nur Gehen hält doch nicht fit und gesund

Die WHO empfiehlt, täglich 10.000 Schritte zu gehen. Das halte gesund. Doch laut britischen Forschern reicht das bei weitem nicht.

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Wer täglich mindestens 10.000 Schritte – umgerechnet rund acht Kilometer – zurücklegt, hat das Gefühl, sich und seinem Körper etwas Gutes zu tun. Schließlich heißt es so in den Empfehlungen der Weltgesundheitsorganisation WHO und der American Heart Association. Auch die zahlreichen Anbieter von Schrittzählern werben für diese magische Zahl.

Doch der allgemein bekannten Empfehlung erwächst Kritik von Seiten der britischen Gesundheitsbehörde PHE.

10.000 Schritte sind gut, aber nicht ausreichend

Dem Team um Alison Tedstone zufolge wirken sich die angeratenen 10.000 Schritte zwar grundsätzlich positiv auf Gesundheit und Wohlbefinden aus, sie helfen aber nicht, um einem Muskelabbau vorzubeugen.

Bildstrecke: So erreichen Sie locker 10'000 Schritte

Um einen solchen abzuwenden, sei es wichtig, regelmäßig Übungen zu absolvieren, die alle Muskelgruppen trainieren. Auch Einheiten, die die Knochen und das Gleichgewicht fördern, sind laut der Studie des PHE essenziell – insbesondere für Personen über 30.

Denn ab dem 30. Lebensjahr ist bei den meisten Menschen der Höhepunkt der Muskelbildung erreicht. Wer dann nicht regelmäßig etwas für die Erhaltung tut, bekommt das schon recht bald zu spüren, viele schon vor dem 40. Geburtstag.

Zweimal pro Woche Kraft- und Gleichgewichtsübungen

Um dem entgegenzuwirken, kommt man um ein regelmäßiges Kraft- und Gleichgewichtstraining nicht herum – und zwar mindestens zweimal pro Woche, wie PHE-Sprecherin Louise Ansari dem «Guardian» sagte.

Am besten geeignet sind demnach Ballspiele, sämtliche Schlägersportarten, Tanzen, Fahrradfahren und Nordic Walking. Auch spezielle Workouts mit Bändern oder Gewichten erfüllen die Anforderungen, genauso wie Yoga und Tai Chi.

Auch das Tragen von Einkaufstaschen zählt

«Die Menschen wissen inzwischen, dass wir mehr gehen und aerobe Aktivitäten machen müssen, um unseren Kreislauf zu stärken. Doch die Notwendigkeit, zwei Einheiten mit Kraft- und Gleichgewichtsübungen pro Woche zu absolvieren, ist bislang in der öffentlichen Gesundheitsberatung vernachlässigt worden.»

Das heiße nun aber nicht, dass alle Welt sich im Fitnessstudio anmelden müsse, so die Expertin. Alternativ könne man sich auch angewöhnen, die Einkaufstaschen die Treppen hochzutragen. «Auch das ist ein Belastungstraining.»

(L'essentiel/fee)

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