Hyundai i30 N

26. Februar 2018 18:55; Akt: 26.02.2018 18:54 Print

Oh, Baby

Der Hyundai i30 N wirkt unschuldig. Unterschätzen sollte man den koreanischen Kompaktsportler allerdings nicht.

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Schon klar, was Hyundai mit dem neuen Sportlabel N will: Die rationale Marke emotional aufladen. Doch ob der i30 das richtige Modell ist, um den Anfang zu machen? Wer in der hart umkämpften Klasse der – in diesem Fall frontangetriebenen – Kompaktsportler auftrumpfen will, muss sich echt was einfallen lassen. Am besten einen Superlativ.

Mit höchstens 275 PS ist der i30 N schon mal nicht der Stärkste. Seat Leon Cupra und Honda Civic Type R leisten über 300 PS, wobei der Honda mit 272 km/h auch deutlich schneller ist – und: auf der Nürburgring-Nordschleife bislang unschlagbar. Den Spagat zwischen Sport und Nutzwert kann der Skoda Octavia RS Combi besser. Für Tieferlegung, Dachkantenspoiler, Doppelendrohre und Sportsitze gibt's noch keinen Schönheitspreis. Und was Optionen wie ein Doppelkupplungsgetriebe oder Digitalcockpit angeht: Fehlanzeige. Bleibt Hyundai also nur noch der Preis ab 33.990 Euro – und damit ein rationales Argument.

Neuling in bestem Stimmbruchalter

Ernstnehmen sollte man den Neuling trotzdem. Auch dann, wenn er so unschuldig babyblau daherkommt. Denn was Ex-BMW-Mann Albert Biermann da auf 19 Zoll große Räder gestellt hat, steckt nicht in den Kinderschuhen. Das hört man schon beim Motorstart – Stimmbruch! –, man erkennt es an der Sportausrüstung mit adaptiven Dämpfern, elektronischer Sperre, Launch Control sowie automatischen Zwischengasfunktion und vor allem spürt man es. Etwa in der Spontanität, mit der das Turbotriebwerk anspricht. In der Knackigkeit des Getriebes. In der spürbaren Straffung im N-Modus. Und erst recht in der Lust, Lebendigkeit und ja, auch Ehrlichkeit, mit der das 4,34-Meter-Auto durch Kurven jagt.

An die Perfektion des VW Golf GTI mag der i30 N nicht herankommen. Dazu quietschen die Vorderräder zu jovial, dazu macht sich das Zerren in der Lenkung zu bemerkbar. Doch worum geht's nochmal? Ach ja, um Emotionen – messbar zum Beispiel anhand der Breite des Fahrergrinsens. Da sollte man mal einen Vergleich anstellen. Der Hyundai hätte Superlativpotenzial.

(L'essentiel)

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