Til Schweiger

06. Januar 2016 18:41; Akt: 06.01.2016 18:51 Print

«Oh! Jetzt bin ich schon wieder selbstverliebt ...»

Er hat mächtig ausgeteilt: Auf Facebook ließ Til Schweiger seinem Ärger über die «Tatort»-Kritik freien Lauf. Nun sagt der Schauspieler: «Ich habe nichts böse gemeint.»

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Klar, die Kritik an der «Tatort»-Doppelfolge vergangene Woche war teilweise heftig. «Es wird Jahre dauern, bis wir den Geruch von Testosteron und bleihaltigem Schwachsinn aus unserem Wohnzimmer gebracht haben», schrieb etwa die «Welt».

Til Schweiger, der in den beiden TV-Krimis die Hauptrolle spielt, ließ sich das nicht gefallen – und giftete auf Facebook zurück: «Christian Alvart [...] Du bringst Non-Stop-Action in diese 90 Minuten, in denen sonst meistens dummes Zeug gelabert wird.» Alvart ist der verantwortliche Regisseur des Films.

«Ich habe meinem Ärger Luft gemacht»

Nun nimmt der 52-Jährige zum ersten Mal öffentlich Stellung zu seiner Rede. «Ich habe überhaupt nichts böse gemeint», beschwichtigt Schweiger in einem «Bild»-Interview. «Ich hab halt meinem Ärger Luft gemacht, so wie ich das immer mache. Das ist ja nichts Neues. Wenn ich so etwas bei Facebook poste, dann weiß ich ja selber schon, was danach passiert.»

Schweiger bezeichnete die Journalisten, die negativ über den «Tatort» schrieben, in seinem Post außerdem als «Trottel». Er selber habe «viiiieel mehr Ahnung von der Craft (Materie)». Eine Aussage, die er so wohl nicht mehr machen würde: «Vielleicht hätte ich ‹Trottel› durch ahnungslos ersetzen können. Das wäre pietätvoller gewesen.»

Schweiger hat noch nie «Scheiße erzählt»

Doch der Freiburger stänkerte auf seiner Facebook-Seite sogar gegen seine eigenen Ermittler-Kollegen. Das tönte dann so: «Andere verschwenden das Budget für zwei moppelige Kommissare, die ne Currywurst verspeisen oder ein Bier vor einem bayrischen Imbiss zocken.» Gemeint war der Schauplatz Köln. Darauf angesprochen, meint Schweiger jetzt zur «Bild»-Zeitung: «Über mich und meine Figur Nick Tschiller haben schon einige ‹Tatort›-Kollegen ungefragt Quark erzählt. Ich persönlich habe noch nie über einen Kollegen Scheiße erzählt.»

Der mächtigste Filmschaffende Deutschlands betont jedoch, es habe «keiner dran glauben» müssen. «Ich habe ja niemanden genannt.» Die Leute hätten sich von Anfang an darüber beschwert, dass sein Team 200.000 Euro mehr zur Verfügung gehabt habe als andere Produktionen. «Ich sage doch nur, dass es eine viel höhere Leistung ist, was der Christian Alvart mit diesem Geld macht. [...] Das ist eben aufwendiger, als wenn du als ‹Tatort›-Kommissar die ganze Zeit im Büro sitzt und Leute verhörst.»

Folgen für den Kino-«Tatort»?

Kritik hin oder her: «Der große Schmerz» und «Fegefeuer» kamen beim Publikum nur mäßig an. 8,24 respektive 7,69 Millionen Zuschauer bedeuten eher durchschnittliche Quoten. Dass diese Zahlen negative Folgen für den Kino-«Tatort» («Off Duty») haben könnten, glaubt Schweiger nicht: «Die einzige Auswirkung wird sein, dass ich mich jetzt schon auf die Reaktionen in der Presse freue (lacht). [...] Der Kino-‹Tatort› ist der absolute Knaller. Oh! Jetzt bin ich schon wieder selbstverliebt ... (lacht)»

(L'essentiel/scy)

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