Online-Dating

20. September 2019 13:55; Akt: 20.09.2019 14:01 Print

«Pigging» ist der grausamste Dating-​​Trend

Viele fallen auf «Pigging» rein. Einen Dating-Trend, der eigentlich eine Challenge ist, bei der es zu grausamen Beleidigungen und Mobbing kommt.

In dem Video schildert die betroffene Sophie Stevenson ihre Erfahrung. Der Fall ging um die Welt.

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«Pigging» ist, wie der Name schon vermuten lässt, ein schweinischer, im Sinne von mieser und gemeiner, Dating-Trend, bei dem es eigentlich um eine Challenge geht.

Eine respektlose Masche zur Degradierung einer Person, wo sich Männer mit Frauen treffen, die sie eigentlich nicht attraktiv finden. Untereinander wird sich beim Ausgehen abgesprochen. Wer die Hässlichste mit nachhause nimmt, hat gewonnen. Der Wortursprung leitet sich aus der Zusammensetzung von «pick» und «pig» her. Übersetzt also: ein Schwein wählen, abgeleitet von dem kindischen Wettspiel «pull a pig». Es ist also vielmehr ein Wettbewerb als Dating-Form.

Täter-Opfer-Mechanismus

Dabei geht es nur um die Demütigung des hoffnungsfrohen Gegenübers. Opfer sind jene Frauen, die unsicher wirken und nicht dem gängigen Schönheitsideal entsprechen. Hier kommt es zu einer Täter-Opfer-Konstellation. Was die Täter hier machen, grenzt an Mobbing. Dabei gehen sie so weit, eine Beziehung zu inszenieren.

2017 bewegte der Fall der Britin Sophie Stevenson, die selbst Opfer einer gemeinen Dating-Wette wurde und in einer Talkshow davon erzählt, die Welt.

Sophie befand sich zu dem Zeitpunkt im Urlaub in Barcelona. In der Rooftop Bar eines Hotels begegneten sie und ihre Freundinnen einer Gruppe von Männern. Diese hatten sich vorher in einem Wettkampf vereinbart, zum Spaß die unattraktivste Frau zu finden und anzusprechen. Die zwei Gruppen kamen miteinander ins Gespräch und verbrachten so fast jeden Tag im Urlaub gemeinsam. Am Ende sprachen Sophie und der Typ, den sie glaubte, zu daten, sogar über eine Fernbeziehung. Sie telefonierten jeden Tag und machten sich bald ein nächstes Treffen aus. Sie sollte ihn besuchen. Als sie jedoch dort am Flughafen ankam, war niemand da, um sie abzuholen. Sie wartete 2,5 Stunden, wurde überall blockiert und bekam dann nur später noch die Nachricht «Du wurdest gepigged. Es war alles ein Scherz.»

(L'essentiel)

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